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Schweinfurt-Nachr-Video

„SKANDALISIERUNG EINES VORFALLS“
UMGANG MIT PATIENTEN-DATEN


Die Corona-Teststelle in Schweinfurt war frei zugänglich gewesen, mehr darüber im Videobeitrag von SAT 1 Bayern (via t-online.de).

Die Pressesprecherin der Stadt Schweinfurt bemängelt dafür im Lokalsender SW-N TV ausführlich das Einschalten der Bild-Zeitung und ggf. anderer Medien „zur Skandalisierung eines Vorfalls“, wie das eingebettete Video zeigt. Offensichtlich mag die Stadt Schweinfurt Presseberichterstattung nicht, wenn sie dabei nicht gut wegkommt.

(3.4.2020)

Eingebettetes Video der Schweinfurter Nachrichten (SW-N TV / SW1), via Youtube
(3.4.2020)

Statistik-COVID-19-Maerz-2020-Kreis-Hassberge
Statistik-COVID-19-Maerz-2020-Kreis-Bamberg
Statistik-COVID-19-Maerz-2020-Kreis-Coburg
Grafik: ibg | Daten: Landratsämter HBG, BA, CO

MELDUNGEN

Landratsamt Bamberg:
„Stand der COVID-19 Infektionen – Fallzahlen insgesamt: 382 | Landkreis: 270 | Stadt: 112 | Intensivmedizin: 11 | genesen: 81 | verstorben: 11 | Hilfskrankenhaus ist bei der Sozialstiftung in Planung.“

Landratsamt Haßberge:
„Stand der COVID-19 Infektionen – Fallzahlen insgesamt: 87 | genesen: 21 | Quarantäne: 160“

Landratsamt Coburg:
„Stand der COVID-19 Infektionen – Fallzahlen insgesamt: 116 | Landkreis: 84 | Stadt: 32 | genesen: 42 | verstorben: 1“

(ibg, 5.4.2020)


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CORONA-KRISE  Podcast  • Information

Ein Experte im Interview

Symbolbild Podcast via Spotify

Grafik: ibg

Podcast

Ein Arzt und Psychotherapeut aus Bergisch Gladbach erläutert im Podcast „30 Minuten mit …“ auf „Spotify“, wie Menschen unter der Coronakrise leiden – und erklärt, wie man damit besser zurecht kommt. Den Start-Knopf auf Spotify finden Sie am rechten Bildschirmrand der Spotify-Seite.

(ibg, 3.4.2020)


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KIRCHE  Palmsonntag  • Sonntag, 5. April 2020

GrafikKatholischer Gottesdienst

Mit Stadtpfarrer Pater Rudolf Theiler

 Gottesdienst aus St. Laurentius, Ebern    via Youtube

Symbolbild

Link zu St. Laurentius Ebern auf Youtube (5.4.2020)


Wegen der Coronakrise sind keine öffentlichen Gottesdienste möglich. Sie sehen deshalb eine Aufzeichnung des Gottesdienstes mit Stadtpfarrer Rudolf Theiler aus der ansonsten leeren Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Ebern.

(ibg, 5.4.2020)

∗∗∗
KIRCHE  Palmsonntag  • Sonntag, 5. April 2020

GrafikEvangelischer Gottesdienst

Mit Pfarrer Bernd Grosser

 Kurz-Gottesdienst    Ebern und Jesserndorf


Wegen der Coronakrise sind keine öffentlichen Gottesdienste möglich. Mit der Andacht in schriftlicher Form möchte die Kirchengemeinde die Gläubigen in die Lage versetzen, für sich selber – oder im Familienkreis – Gottesdienst zu feiern.


 Link    zum Kurz-Gottesdienst via Ebern-evangelisch.de (PDF-Download)

(ibg, 5.4.2020)

Evangelischer Gottesdienst aus der Kirche in Heilgersdorf:

 Video    bei Youtube starten


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KULTUR  Karwoche  • Online-Spielpläne

„Messa da Requiem“

Live-Aufzeichnungen aus Zürich und Bamberg

 Opernhaus Zürich    via Internet

Opernhaus Zürich 2013
Bild (unverändert): „Opernhaus Zürich 2013“, Foto: © Thomas Wolf, www.foto-tw.de, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, eingebettet via Wikimedia Commons

Das Opernhaus Zürich zeigt von Ende März bis Anfang Juni 2020 jedes Wochenende eine große Opern-, Operetten- oder Ballettproduktion – online und kostenlos.

Online verfügbar in der Karwoche vom 5. bis 11. April 2020: „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi


 Video-Stream    bei Opernhaus.ch starten



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 ETA Hoffmann Theater Bamberg    via Internet

Theater Bamberg
Bild: ibg

Das ETA Hoffmann Theater veröffentlicht Mitschnitte von Inszenierungen auf seinem Youtube-Kanal.

Die Video-Premiere von „Sams im Glück“ auf Youtube ist abrufbar ab dem 4. April 2020.


 Video-Stream    bei Youtube starten

(ibg, 3.4.2020)

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KW 15/2020  Bild der Woche  • Baunach

Bild der Woche

Bi-de-Wo-15-2020-Blumen
Abgebildet: Blumengrüße

Impression aus dem Baunachgrund … 

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WIRTSCHAFT  Statistik der Woche  • In der Krise heißt Toilettenpapier ...

... nur noch Klopapier

Eingebettete Grafik

Infografik: Klopapierumsatz steigt in Deutschland um 35% | Statista
Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Zahlen, Daten, Fakten … 
(ibg, 3.4.2020) 

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SATIRE  Karikatur  • „Rette sich, wer kann“

Karikatur der Woche

Eingebetteter Tweet via Twitter

Wie fast immer: Ähnlichkeiten mit real existierenden Zuständen wären rein zufällig. 
(ibg, 3.4.2020) 

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 SATIRE  • Wie sich der Kleinkleckersheimer Stadtrat ein Mitteilungsblatt gönnte

GrafikRedaktion Rathaus

Smbl-Schreiben
Symbolbild: ibg

„Die Leute wollen, dass wir transparenter werden“, sagte ein Stadtrat, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen wollte. 

„Was sollen wir tun?“, blickte der einzige Stadtrat der Drei-Demokraten (DRD) irritiert auf. 

„Wir gründen ein Mitteilungsblatt“, kam es dem Bürgermeister von der Ätsch-bätschi-Dee (ÄBD). 

„Ihr dürft als Stadt doch keine Zeitung machen“, warf der Hünen-Stadtrat ein. 

„Das Wort ‚Zeitung‘ ist nach außen hin nicht kommunizierbar“, dozierte ein Ätsch-bätschi-Dee-Stadtrat. 

„Wir müssen zusammenhalten“, meinte der Zeh-as-You-ler, „weil unsere Meinung immer die richtige ist.“ 

„Wer soll für die Inhalte verantwortlich sein?“, fragte der Stadtrat der Reinen Zähler (RZÄ). 

„Nur für den amtlichen Teil, ich“, preschte der Bürgermeister vor. „Für den redaktionellen Teil wer? – Ich appelliere an unsere Gemeinschaft, Freiwillige vor!“ 

Schweigen, keiner meldete sich. 

„Dafür brauchen wir einen Stroh…“, setzte ein Experte an. 

Der Ätsch-bätschi-Dee-Stadtrat unterbrach ihn jäh: „Du meinst, wir brauchen einen externen Verlag, der ein Komplettpaket anbietet, inklusive presserechtlich verantwortlichem Chefredakteur!“ 

„Genau so wollte ich das ausdrücken“, erwiderte der Experte. 

„Das habe ich schon immer gesagt“, entfuhr es dem Bürgermeister. 

„Stimmt gar nicht“, dachte sich der von den Hünen. 

„Aber wie stellt Ihr euch das vor? Ein externer Redakteur aus – egal, München oder so – weiß doch gar nichts von unserer Stadt“, gab die Dame von der Kungelliste (KULI) zu bedenken. 

„Das ist genau das, was wir brauchen!“, stellte ein anderer Ätsch-bätschi-Dee-ler fest. 

„Also“, setzte der Bürgermeister an, „was ins Mitteilungsblatt kommt oder nicht, das bestimme ich ganz allein!“ 

„Wieso jetzt plötzlich?“, wollte ein Reiner Zähler wissen. 

Der Bürgermeister raschelte in seinen Unterlagen: „Weil ich laut Kommunalrecht, Artikel 37 Absatz 1 der Bayerischen Gemeindeordnung, kleinere laufende Angelegenheiten in eigener Zuständigkeit erledige. Jedenfalls gehört die Öffentlichkeitsarbeit gemäß Rechtssprechung und Literatur dazu.“ 

„Aha, und warum willst du dann nicht für den redaktionellen Teil offiziell verantwortlich sein?“, erkundigte sich der von den Hünen. 

„Ach, das sind doch nur triviale Formalitäten“, wischte der Bürgermeister den Einwand beiseite. „Wichtig ist doch, dass du dort auch mal deine Meinung reinschreiben kannst, oder?“ 

„Weil es was mit einem Urteil des Bundesgerichtshofs zu tun hat“, stichelte die Dame von der Kungelliste. 

„Und Sie wollen doch sicher auch mal etwas im Mitteilungsblatt schreiben, geschätzte Frau Stadträtin“, wandte sich der Bürgermeister an die Mäklerin. 

„Eine Satzung zum Mitteilungsblatt wäre sinnvoll, wer wann wie viel schreiben darf“, schlug der Stadtrat der Hünen vor. 

„Wir stimmen ab, Hand hoch, wer ist dafür, dass wir das unter uns regeln?!“, ordnete der Bürgermeister an. 

Leider hat unser Reporter die Stadtratssitzung vor der Abstimmung verlassen müssen, um diesen vorliegenden Bericht noch rechtzeitig fertigstellen zu können. Das Ergebnis ist uns deshalb nicht bekannt. Aber vielleicht können Sie es sich selber denken. 


Hinweis: Dieser Beitrag gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Ähnlichkeiten mit der Realität wären zufällig, nicht gewollt und sind nicht zu beweisen. 
(ibg, 6.3.2020) 


Muster Redaktionsstatut für ein Amtsblatt 

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KULTUR  ETA-Hoffmann-Theater  • Klimatrilogie „paradies“ von Thomas Köck

Erstaufführung in Bamberg

Eingebetteter Tweet via Twitter (29.2.2020)

Eingebettetes Video von „volkstheatermuenchen“ via Youtube (29.2.2020)
Theater

Symbolbild




Das ETA-Hoffmann-Theater Bamberg bringt am 14. März 2020 den Klima-Dreiteiler „paradies“ des österreichischen Autors und Dramatikers Thomas Köck als Erstaufführung auf die Bühne.

Zu dieser Trilogie gehören die in sich selbstständigen, aber zusammengehörenden Teile „paradies fluten“, „paradies hungern“ und „paradies spielen“. Das eingebettete Video zeigt einen Ausschnitt aus dem Stück „paradies fluten“ in einer Inszenierung des Volkstheaters München. 

Für sein Werk „paradies fluten“ erhielt Köck 2016 den Kleist-Förderpreis. Der Preis ist nach dem in Frankfurt an der Oder geborenen Dichter Heinrich von Kleist (1777 – 1811) benannt. 
(ibg, 29.2.2020) 

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VIDEO  Touri-Tipp  • Trützschler’s Milch- und Reklamemuseum

Milch, Quark und Käse anno dazumal

Eingebettetes Video „Milch- und Reklamemuseum in Hildburghausen“, vom Landfernsehen Thüringer Wald, via Youtube
(21.2.2020)

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VERKEHRSPOLITIK  ÖPNV  • Im Zickzack-Kurs in die Einsamkeit

Buslinie nur für Sonntagsfahrer

Eingebettete Karte: Google Maps | Landkreis HBG plant neue Buslinie für Touristen und Einheimische | Möglicher Streckenverlauf (Vermutung)

Der Kreisausschuss Haßberge hat sich Gedanken um die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gemacht. Wenn es nach dem Beschluss des Kreisausschusses geht, dann soll es vom Jahr 2021 an zwei neue Buslinien geben. Der Clou: Die Linien sollen nur sonntags verkehren, und zwar nur viermal pro Sonntag, und das auch nur in den Sommermonaten. Das berichteten übereinstimmend die Neue Presse (11.2.2020) und die Main-Post (13.2.2020). 

Eine der beiden zukünftigen Buslinien („Burgenwinkel-Express“, Linienbezeichnung 1159) soll die potenziellen Sonntagsausflügler von Haßfurt nach Ebern befördern. Mit Zwischenstopps in Königsberg, Rügheim, Hofheim, Manau, Burgpreppach, Altenstein, Pfarrweisach und Untermerzbach. 

Ob mit dem neuen Sonntagsbus ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung geht? Im Mobilitätskonzept des Landkreises Haßberge (PDF-Download, Seite 91, unten) vom 8.2.2019 las sich die ÖPNV-Verbesserung noch etwas anders, nämlich so: 

Projekt „CO2-neutrale Buslinie Ebern – Bad Rodach 

Der Ansatz sieht vor, eine Verbindung der beiden Bahnhaltepunkte in Ebern und Bad Rodach im Landkreis Coburg durch ein grenzüberschreitendes ÖPNV-Angebot zu schaffen. Dabei kann die Anbindung der touristisch relevanten Bereiche Burgenwinkel bei Ebern und Maroldsweisach sowie Bad Colberg-Heldburg im Freistaat Thüringen erfolgen.“ 

(ibg, 14.2.2020) 

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DEMONSTRATION  Agrarpolitik  • Horst Seehofer am 7.2.2020 in Ebern

Innenminister verspricht „vollen Einsatz für Anliegen der Landwirte“

Eingebettetes Video „#Seehofer #in Ebern“, Film von Stefan Horn, via Youtube
(13.2.2020)

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DATENSCHUTZ  Internet  • Gut: Das ZDF erklärt es schon den Kindern

Bester Datenschutz ist An­o­ny­mi­tät

Eingebettetes Video „Darum solltet ihr im Netz niemals euren Namen verraten“, ZDF-Beitrag vom 28.1.2020, via ZDF.de, Nutzungs­be­din­gungen: Einbetten/­Embedding von Videos
(1.2.2020)


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DRUCKFEHLER  Autsch!  • Das Verhältnis von Handwerk und Kirche

Handwerk als Allrounder

Druckfehler-Zeitung-Handwerk
Abgebildet: Teil einer Überschrift aus dem Fränkischen Tag vom 20.1.2020, Ausgabe HBG

Was gilt nun: „jemandem das Handwerk legen“, „sein Handwerk verstehen“, „jemandem ins Handwerk pfuschen“, „Klappern gehört zum Handwerk“ oder „Handwerk hat goldenen Boden“? 
(ibg, 25.1.2020) 

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LIEBE  Symbole  • Liebesschlösser trotzen Frost und Rost

Lieber ein Schloss statt Blumen

Liebesschloesser
Abgebildet: Liebesschlösser an der Kettenbrücke in Bamberg

Gibt es im Altkreis Ebern auch Liebesschlösser? Solche, wie sie an Brückengeländern in größeren Städten zu finden sind? Gibt es bei uns keine Verliebten? Oder fehlt es schlicht an geeigneten Brückengeländern? Fährt man dazu nach Bamberg? 

Der Blick auf Vorhängeschlösser an der Kettenbrücke in Bamberg: Was ist aus S und L geworden? Im September 2014 haben sie das goldfarbene Bügelschloss mit schwarzem Filzstift beschrieben. Haben sie den Schlüssel in den Main-Donau-Kanal geworfen? 

Wie lange halten Verbindungen von Paaren, die ihre Liebe mit einem Schloss versehen? Mehr als fünf Jahre können eine lange Zeit sein. 

Falls S ihre/n L verlässt – oder umgekehrt –, schleicht dann einer von beiden mit dem Bolzenschneider auf die Brücke und knackt das Schloss? 
(ibg, 9.1.2020

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KINO  Filmkritik  • Im-Baunachgrund.de schaut Film

„Geheim“ zieht immer

Smbl-Kino-Schrift
Symbolbild: ibg

„Der geheime Roman des Monsieur Pick“

Dass nicht nur Krimis spannungsgeladen sein können, das zeigt die französische Verfilmung „Der geheime Roman des Monsieur Pick“.

In ihr werden die Zuschauer packend auf die Spurensuche nach dem Verfasser eines äußerst erfolgreichen Romans mitgenommen. Ob allerdings dieser Autor, ein verstorbener Pizzabäcker, der wahre Autor ist oder vielleicht doch jemand anders, darüber streitet sich der angesehene Literaturkritiker Rouche mit dem übrigen Literaturbetrieb, der Witwe und der Tochter des Pizzabäckers.

Fazit: Ein gelungenes Kinowerk, das ohne blutrünstige Szenen auskommt und sich keinem Genre eindeutig zuordnen lässt. Weder Krimi noch Komödie, beweist dieser Streifen die große Klasse des französischen Films, in dem auch die Hauptdarsteller brillieren.


„Das perfekte Geheimnis“

Angekündigt wird „Das perfekte Geheimnis“ als Komödie. Ausgerechnet eine Psychologin schlägt ihrem und ihres Mannes Freundeskreis beim Abendessen vor, alle Handys auf den Tisch zu legen. Sämtliche ankommenden Mitteilungen sollen von nun an allen am Tisch vorgelesen werden und Gespräche sind auf Lautsprecher zu stellen.

Es kommt, wie es kommen muss: Peinlichkeiten aller denkbaren Art trudeln über die verschiedenen Mobiltelefone ein. Das führt unwillkürlich zu Streit und grotesken Situationen.

Das ist streckenweise zwar lustig, aber die Protagonisten lassen im Lauf des Abendessens auch ihre vordergründig freundlich-toleranten Masken fallen und enthüllen ihre wahren Standpunkte und Überzeugungen.

Das konstruiert wirkende Happy End passt am Ende nicht wirklich zur psychodramatischen Dynamik des Films und dient anscheinend dazu, die Einordnung als Komödie nicht infrage zu stellen.

(ibg, 7.1.2020)

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KREISTAG HBG • Kreistags-Sitzung vom 16. Dezember 2019

Sparkasse Schweinfurt-Haßberge?

Ein Tagesordnungspunkt fehlte in der Zeitungs-Berichterstattung

Am 16.12.2019 tagte der Kreistag Haßberge. Die drei Tageszeitungen im Landkreis berichteten, worum es in der Jahresabschluss-Sitzung 2019 ging.

Den Tagesordnungspunkt (TOP) 2 sparten aber alle drei Zeitungen in ihrer Online-Berichterstattung bislang aus: den Bericht der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge. Ob dazu noch Informationen folgen werden?

„Pflichten drücken Haushalt in 2020“Neue Presse (17.12.2019)

„Kreistagsfraktionen geizen nicht mit Kritik“Neue Presse (17.12.2019)

„Kreistag plant für 2020 Projekte in Millionenhöhe“infranken.de (17.12.2019)

„Kreishaushalt: Klinik und Flugplatz bleiben Streitthemen“Main-Post (17.12.2019)

„Tagesordnung“RIS.Hassberge.de (2.12.2019, ZIP-Download)

(ibg, 17.12.2019)

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FINANZAUSGLEICH  Altkreis & Umkreis  • „Geldregen“

Schlüsselzuweisungen 2020

Smbl-Goldwaage
Symbolbild: ibg

Mit sogenannten „Schlüsselzuweisungen“ des Freistaats Bayern erhalten Gemeinden pro Jahr einen bestimmten Betrag zur Finanzierung ihrer Ausgaben, und zwar nicht zweckgebunden. 

Grundlagen für die Berechnung der Zuweisungen sind die Steuerkraft einer Gemeinde („Steuerkraftmesszahl“, Art. 4 Abs. 1 BayFAG), eine „Ausgangsmesszahl“ (wird der Steuerkraftmesszahl gegenübergestellt) sowie die (gewichteten) Einwohnerzahlen. Die Rechtsgrundlagen sind im bayerischen Finanzausgleichsgesetz (BayFAG) verankert. 


Schlüsselzuweisungen an Städte, Märkte und Gemeinden:

  • Baunach ⇦ 0 €
  • Breitbrunn ⇦ 469.580 €
  • Breitengüßbach ⇦ 1.007.692 €
  • Burgpreppach ⇦ 425.960 €
  • Ebelsbach ⇦ 1.481.912 €
  • Ebern ⇦ 0 €
  • Gerach ⇦ 310.308 €
  • Itzgrund ⇦ 963.588 €
  • Kirchlauter ⇦ 614.492 €
  • Kemmern ⇦ 798.040 €
  • Königsberg i.Bay. ⇦ 493.808 €
  • Lauter ⇦ 363.216 €
  • Maroldsweisach ⇦ 1.198.508 €
  • Oberhaid ⇦ 1.510.208 €
  • Pfarrweisach ⇦ 769.900 €
  • Rattelsdorf ⇦ 1.004.772 €
  • Reckendorf ⇦ 806.280 €
  • Rentweinsdorf ⇦ 753.200 €
  • Seßlach ⇦ 1.130.788 €
  • Untermerzbach ⇦ 0 €

Alle Angaben ohne Gewähr | Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, via Gribs.net (UFr.) und Gribs.net (OFr.), jeweils PDF-Download

(ibg, 14.12.2019)

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ALTKREIS EBN Postleitzahlen  • „Vergissmeinnicht“

Fünfstellig seit 1993

Eingebettete Karte: Google Maps | alte und neue Postleitzahlen
Welche Orte weltweit teilen sich mit den Gemeinden im Altkreis die Postleitzahl


Wem kommt die Ziffernfolge 8603 noch ir­gend­wie be­kannt vor? – Richtig, das war die frühe­re Post­leit­zahl für Ebern, und zwar vom Jahr 1961 bis zum Jahr 1993. Im Altkreis Ebern trugen in dieser Zeit Baunach die Postleitzahl 8611 und Maroldsweisach die 8617. 

Die meisten kleineren Gemeinden im Altkreis Ebern und Umgebung hatten aber gar keine eigene Postleitzahl, sondern eine gemeinsame Sammelnummer. So befanden sich Orte mit der Postleitzahl 8601 nördlich von Bamberg, die mit der Postleitzahl 8602 südlich davon. 

Beispielsweise teilten sich Seßlach, Breitbrunn, Gerach, Kemmern, Kirchlauter, Reckendorf und viele weitere Orte die 8601. 

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung mussten die Postleitzahlen neu geordnet werden, weil das vierstellige Ziffernsystem nicht mehr ausreichte. Außerdem führten viele Orte in den neuen Bundesländern die gleichen Postleitzahlen wie andere Ortschaften in den alten Bundesländern. 

So galten schließlich vom 1. Juli 1993 an die neuen, fünfstelligen Postleitzahlen. 

Manchmal war mitunter die Empörung groß, zum Beispiel in Ebern, als nach bereits erfolgter und etablierter Zuteilung der neuen Ziffernfolge 96106 der damalige Landrat in Haßfurt den Einfall hatte, der Eberner Region noch nachträglich eine 97er-Postleitzahl zu verpassen. 

Damit wollte er das Postamt in Haßfurt in seinem Bestand absichern, weil dann die Post über Haßfurt und nicht über Bamberg verteilt worden wäre. 

Die Deutsche Post hatte solches Ansinnen relativ geräuschlos beiseite gewischt und den Bürger/innen blieb eine abermalige Änderung ihrer Adressdaten erspart. 

Kurios auch, dass das seit Ende der 1970er-Jahre nicht mehr existente Dorf Billmuthausen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze die Postleitzahl 98663 bekam. 

Heute gibt es in Deutschland rund 29.000 Postleitzahlen. 
(ibg, 7.11.2019Made by Antn 

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KULTUR  ETA-Hoffmann-Theater  • „Sieben Nächte“

Uraufführung in Bamberg

Eingebetteter Tweet via Twitter (18.11.2019)

Eingebettetes Video von „Buchblogs“ via Youtube (20.11.2019)
Theater

Symbolbild




Simon Strauß ist Theater­kriti­ker und Redakteur der „Frank­furter Allge­meinen Zeitung“ (FAZ). Sein Stück „Sieben Nächte“ wird am 22. Novem­ber 2019 am ETA-Hoffmann-Theater in Bamberg ur­auf­ge­führt.

Im eingebetteten Video stellt die Rezensentin den dem Theaterstück zugrunde liegenden Roman „Sieben Nächte“ in seinen wesentlichen Punkten kurz vor. 
(ibg, 20.11.2019) 

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KULTUR  Theater  • „Komödienhit“ in Coburg

Extrawurst in der Reithalle

Eingebetteter Tweet via Twitter (9.11.2019)

Eingebettetes Video von Oberlausitz TV via Youtube (9.11.2019)
Theater

Symbolbild




Die Dramödie „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob soll der Komödienhit der Spielzeit 2019/20 werden – ist im Feuilleton zu lesen. Am Landestheater Coburg zum Beispiel ist am 22. November 2019 um 20:00 Uhr in der Reithalle Premiere.

Das eingebettete Video berichtet über eine Inszenierung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen. 
(ibg, 9.11.2019) 

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TWEETS  Auf einen Blick  • Was gibt’s sonst Neues?

Überregional-Schau

Eingebetteter Tweet via Twitter (12.10.2019)

Eingebetteter Tweet via Twitter (12.10.2019)


Im Wintersemester 2019/2020 bietet die Bamberger Kinder-Uni (für Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren) drei Vorlesungen an.

In der 1. Vorlesung am 8. November 2019 geht es um verschiedene Meinungen zu Religionen und zum Glauben.

Die 2. Vorlesung am 16. November 2019 beschäftigt sich mit der Frage: „Stadt und Land: Wo findet man beide und wie lebt man dort?“

Über das Thema „Schatten … sie sind nicht nur schwarz“ handelt die 3. Vorlesung am 23. November 2019.

Mehr Informationen zur Kinder-Uni und zur Anmeldung sind auf der Webseite der Uni-Bamberg.de zu finden.
(ibg, 12.10.2019, Angaben ohne Gewähr)

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VGN  Haßberge  • 365-Euro-Ticket für Schüler/innen und Auszubildende

Zahlenspiele aus dem Landratsamt

Kugel-Haende-Psych CC0PxB
Symbolbild (unverändert): „Hellseher Kristallkugel ...“, Foto: nvodicka, Lizenz: Pixabay License,
Quelle: Pixabay.com


Voraussichtlich von August 2020 an soll im Verkehrsverbund VGN das neue 365-Euro-Jahresticket für Schüler/innen und Auszubildende erhältlich sein. 

Wie der Name sagt, kostet es 365 Euro und gilt ein Jahr für Fahrten im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN). Zum VGN gehören auch die Landkreise Bamberg und Haßberge. 

Das Landratsamt Haßberge will nun laut infranken.de ausgerechnet haben, dass sich unter dem Strich für den Landkreis ein voraussichtliches „Plus von rund 6.500 Euro“ ergebe, wenn nach den „Zahlen des VGN“ die Mindereinnahmen mit den Einsparungen bei der Schülerbeförderung gegenübergestellt würden.

Hochrechnungen erst ab Mai 2020 möglich 

Ganz andere Informationen hat dagegen das Nachrichtenportal Nordbayern.de, das sich auf Matthias Dießl beruft, den stellvertretenden Vorsitzenden des Zweckverbandes Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN). 

Danach verursache das künftige VGN-Jugendticket Mindereinnahmen von insgesamt etwa 43 Millionen Euro. 30 Millionen Euro davon übernehme der Freistaat Bayern, etwa 13 Millionen Euro müssten die Städte und Landkreise im VGN beisteuern. 

Nordbayern.de: „Allein Nürnberg (…) wird ersten Berechnungen zufolge rund sechs Millionen Euro schultern. Auf Fürth wird wohl eine knappe Million Euro entfallen. Wie sich die restlichen sechs Millionen Euro verteilen, ist bisher unklar.“ 

Schließlich gebe es noch keine belastbaren Zahlen, „sie hängen stark davon ab, wie viele solcher Tickets verkauft werden, die dann bezuschusst werden müssen. Erste Hochrechnungen könnte es ab Mai geben,“ so Nordbayern.de. 
(ibg, 10.10.2019) 

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4G-NETZABDECKUNG  Vergleich  • Tagesspiegel interaktiv

Kreis Haßberge im Funkloch

Ebern-Umsetzermast
Symbolbild: Funkmast am Eberner Steinberg

Das 4G-Handynetz ist lückenhaft, besonders im Landkreis Haßberge. Ein Vergleich des Tagesspiegels bringt das und starke regionale Unterschiede in Deutschland an den Tag. 

Dazu fragt der Tagesspiegel nach den Ursachen und stellt dabei fest: „Dahinter steht ein strukturelles Problem, keine bedauerlichen Einzelfälle.“ Daten belegten dies. 

Jüngste Äußerungen von hiesigen Lokalpolitikern in den Tageszeitungen zur Netzabdeckung ließen zuletzt nicht daran denken, dass die Netzabdeckung im Landkreis Haßberge derart dürftig ist. 

So hieß es zum Beispiel am 18.7.2019 bei infranken.de lapidar, mit dem Aufstellen von Mobilfunkmasten in Welkendorf und Albersdorf seien demnächst „alle Funklöcher im Stadtgebiet von Ebern abgedeckt“. Aber gilt das auch für 4G und alle drei Mobilfunknetzbetreiber? 

Möglicherweise haben die „Sender“ an den „Empfängern“ vorbei kommuniziert, denn ohne 4G, nur mit dem alten Telefonie-Standard GSM („EDGE“), dürfte die Abdeckung sehr wahrscheinlich größer und damit die Nachrichten schöner sein. 


Die Ergebnisse für unsere Region: 

Landkreis Haßberge:
61,85 % der Zeit ist 4G-Netz verfügbar (Platz 395 von 425)  

Landkreis Bamberg:
84,05 % der Zeit ist 4G-Netz verfügbar (Platz 54 von 425) 

Landkreis Coburg:
83,06 % der Zeit ist 4G-Netz verfügbar (Platz 78 von 425) 

Stadt Bamberg:
83,12 % der Zeit ist 4G-Netz verfügbar (Platz 76 von 425) 

Stadt Coburg:
85,15 % der Zeit ist 4G-Netz verfügbar (Platz 36 von 425) 

Quelle: Tagesspiegel 
(ibg, 14.8.2019) 

Eingebetteter Tweet via Twitter
(14.8.2019)


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VIDEOS  Veranstaltungen  • Bramberg und Hofstetten

Motocross und Party im Altkreis

Eingebetteter Post von „Rudi Brantner“ via Facebook
(13.8.2019)


Eingebetteter Post von „Main-Post Haßberge“ via Facebook
(13.8.2019)


Im westlichen Altkreis Ebern ging die Post ab: Am 10. und 11. August 2019 war Motorsport in Bramberg angesagt, und am 10. August verwandelte sich Hofstetten in eine große Mallorca-Party-Meile. 
(ibg, 13.8.2019) 

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VIDEO  Touri-Tipp  • Unterwegs in Franken

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

Eingebettetes Video „Unterwegs ins Fränkische Freilandmuseum Fladungen“, Film der Schweinfurter Nachrichten, via Youtube
(17.8.2019)

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BAHN  Anzeigetafeln können mehr  • Bahnfahrer haben es längst bemerkt

Abfahrtszeiten werden angezeigt

Reckendorf-Bahnhof-Anzeiger-Tafel
Abgebildet: „Dynamischer Schriftanzeiger (DSA)“ zeigt Uhrzeit

Diese Anzeigetafeln heißen auf Bahn-Deutsch „Dynamische Schriftanzeiger (DSA)“ und sind für kleine Bahnhöfe gedacht, zeigten aber jahrelang gleichmütig nur Datum und Uhrzeit an. Später konnten mit den Dingern immerhin Verspätungen mitgeteilt werden. 

Bis Ende Mai 2019 hatte es an allen 1014 bayerischen „Dynamischen Schriftanzeigern“ Software-Anpassungen gegeben, so dass die Anzeiger richtig nützlich geworden sind. 

Seitdem können auch die planmäßigen Abfahrtszeiten der Züge dargestellt werden. Die Bahn spricht in einer Pressemitteilung sogar von einem „erheblichen Mehrwert für unsere Kunden“. 
(ibg, 8.7.2019) 

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VIDEO  Touri-Tipp  • Unterwegs im Nachbarkreis Hildburghausen

Schloss Bedheim – Veste Heldburg

Eingebettetes Video „Mit dem Moped unterwegs in Thüringen – Bedheim / Hildburghausen / Heldburg“, Film der Schweinfurter Nachrichten, via Youtube
(27.5.2019)

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VIDEO  Eisenbahn  • Führerstandsmitfahrt agilis

Von Bamberg nach Ebern

Eingebettetes Video von „Der Spreewalder – ThunderSchraeg“ via Youtube
(9.5.2019)


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PARIS  Kathedrale Notre-Dame  • Errichtet von 1163 bis 1345

360°-Bilder vor dem Großbrand

Eingebetteter Post von „360 VISIO“ via Facebook
(16.4.2019)


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OBERHAID  Wolf  • Gefährlich oder ungefährlich?

Der Wolf und die sieben Geißlein

Mitte März 2019 hat eine automatische Wildtierkamera bei Oberhaid einen Wolf aufgenommen. Solche sogenannten „Fotofallen“ werden hauptsächlich verwendet um zu erkennen, welche Tiere sich häufig in der Nähe aufhalten. Die Kameras funktionieren mit Bewegungsmeldern und können sogar nachts Bilder aufnehmen. Weitere Wolfs-Sichtungen in der Umgebung gab es auch im Steigerwald und bei Unterelsbach (Rhön).


Eingebetteter Tweet via Twitter (23.3.2019)

Eingebetteter Tweet via Twitter (23.3.2019)


Der Wolf, ein Raubtier, ist da, gesehen bei Oberhaid. Wie so oft in unseren Tagen spaltet das gleich wieder Teile der Gesellschaft. Den einen ist er willkommen, den anderen eine Gefahr.

Eingebetteter Post via Facebook
(29.3.2019)


Keine Ahnung, ob das stimmt.


Der folgende Text (mit originaler Rechtschreibweise) stammt wörtlich aus dem „German Reading Book, Part I, German Poetry for Schools, selected and arranged by Eugen Oswald“, London, New York 1857: 

Der Wolf und die sieben jungen Geislein.

Ein Geis hatte sieben Junge, die sie gar lieb hatte und sorgfältig vor dem Wolf hütete. Eines Tages als sie ausgehen mußte, Futter zu holen, rief sie alle zusammen und sagte: „Liebe Kinder, ich muß ausgehen und Futter holen, wahrt euch vor dem Wolf und laßt ihn nicht herein, gebt auch Acht, denn er verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Pfoten könnt ihr ihn erkennen; hütet euch; wenn er erst einmal im Haus ist, so frißt er euch alle miteinander.“ Darauf ging sie fort, bald aber kam der Wolf vor die Hausthüre und rief: „Liebe Kinder, macht mir auf, ich bin eure Mutter, und hab’ euch schöne Sachen mitgebracht.“ 

Die sieben Geiserchen, aber sprachen: „Unsre Mutter bist du nicht; die hat eine feine liebliche Stimme, deine Stimme aber ist rauh; du bist der Wolf, wir machen dir nicht auf.“ Der Wolf ging fort zu einem Krämer und kauft sich ein groß Stück Kreide, die aß er, und machte seine Stimme fein damit. Danach ging er wieder zu der sieben Geislein Hausthüre und rief mit feiner Stimme: „Liebe Kinder, laßt mich ein; ich bin eure Mutter, jedes von euch soll etwas haben.“ Er hatte aber seine Pfote in das Fenster gelegt; das sahen die sieben Geiserchen und sprachen: „Unsre Mutter bist du nicht; die hat keinen schwarzen Fuß, wie du; du bist der Wolf, wir machen dir nicht auf.“ Der Wolf ging fort zu einem Bäcker und sprach: „Bäcker, bestreich’ mir meine Pfote mit frischem Teig;“ und als das gethan war, ging er zum Müller, und sprach: „Müller, streu’ mir fein weißes Mehl auf meine Pfote." Der Müller sagte, „Nein.“ „Wenn du es nicht thust, so fress ich dich.“ Da mußte es der Müller thun. 

Darauf ging der Wolf wieder vor der sieben Geiserchen Hausthüre und sagte: „Liebe Kinder, laßt mich ein, ich bin eure Mutter, jedes von euch soll was geschenkt kriegen.“ Die sieben Geiserchen wollten erst die Pfote sehen, und wie sie sahen, daß sie schneeweiß war, und den Wolf so fein sprechen hörten, glaubten sie, es wäre ihre Mutter, und machten die Thüre auf, und der Wolf kam herein. 

Wie sie ihn aber erkannten, versteckten sie sich geschwind, so gut es ging, das eine unter den Tisch, das zweite im Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter eine große Schüssel, das siebente in die Wanduhr. Aber der Wolf fand sie alle und verschluckte sie, außer das jüngste in der Wanduhr, das blieb am Leben. 

Wie nun der Wolf seine Lust gebüßt, ging er fort: bald darauf kam die alte Geis nach Haus. Was für ein Jammer! Der Wolf war da gewesen, und hatte ihre lieben Kinder gefressen. Sie glaubte, sie wären alle todt, da sprang das jüngste aus der Wanduhr, und erzählte, wie das Unglück gekommen war. 

Der Wolf aber, weil er sich vollgefressen, war auf eine grüne Weise gegangen, hatte sich in den Sonnenschein gelegt und war in einen tiefen Schlaf gefallen. Die alte Geis dachte daran, ob sie ihre Kinder nicht noch erretten könnte, sagte darum zu dem jüngsten Geislein: „nimm Zwirn, Nadel und Scheere und folg' mir nach." Darauf ging sie hinaus und fand den Wolf schnarchend auf der Wiese liegen: „da liegt der garstige Wolf,“ sagte sie, und betrachtete ihn von allen Seiten, nachdem er zum Vieruhrbrot meine sechs Kindlein hinunter gefressen hat; gib mir ein mal die Scheere her. Ach! wenn sie noch lebendig in seinem Leibe wären!“ Damit schnitt sie ihm den Bauch auf, und die sechs Geiserchen, die er in der Gier ganz verschluckt hatte, sprangen unversehrt heraus. Sie hieß sie gleich hingehen, und große und schwere Wackersteine herbeitragen, damit füllten sie dem Wolf den Leib, nähten ihn wieder zu, liefen fort und versteckten sich hinter eine Hecke. 

Als der Wolf ausgeschlafen hatte, so fühlt’ er es schwer im Leib, und sprach: „es rumpelt und pumpelt mir im Leib herum! es rumpelt und pumpelt mir im Leib herum! was ist das? ich hab’ nur sechs Geiserchen gegessen.“ Er dachte, er wollte, einen frischen Trunk thun, das möcht ihn helfen, und suchte einen Brunnen, aber wie er sich darüber bückte, konnte er vor der Schwere der Steine sich nicht mehr halten, und stürzte ins Wasser. Wie das die sieben Geiserchen sahen, kamen sie her zu gelaufen, und tanzten vor Freude um dem Brunnen. 

J. Grimm.

(ibg, 26.3.2019) 

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VIDEO  Gesellschaft  • Digitaler Gegenentwurf zur Mitfahrbank

„Fairfahrt“ statt Mitfahrbank

Eingebettetes Youtube-Video von VideoStudioKaschub, „Fairfahrt Romrod“ (1.3.2019)

Romrod ist eine Kleinstadt mit etwa 2.700 Einwohnern im hessischen Vogelsbergkreis. Wie fast überall in ländlichen Gegenden ist es dort mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht zum Besten bestellt. Mit plumpen „Mitfahrbänken“ hat man sich in Romrod allerdings nicht zufriedengegeben, wenn man sich schon keinen Rufbus leisten konnte. 

Die Fahrgäste können sich zwar dort auch auf eine Bank setzen und warten, dass sie mitgenommen werden. Nach einem Bericht der Oberhessischen Zeitung hat sich das jedoch nicht bewährt. 

Dafür ist die zweite, digitale Möglichkeit um so interessanter: Willige Fahrgäste können sich vorab registrieren lassen und dann ihr Ziel an briefkastengroßen elektronischen Terminals an den Haltestellen eingeben. 

Die Anfrage wird an eine Datenbank gesandt und kann von allen Teilnehmer/innen des Systems über eine App abgerufen werden. So finden Fahrer und Mitfahrer auf digitalem Weg zusammen. Das System nennt sich „Fairfahrt“ und hilft, die Stadtteile mit dem Hauptort zu verbinden. 
(ibg, 1.3.2019) 

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Und jetzt aus der Zeitung …

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