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 Kultur  Termine

Blick ins Umland

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NATURFRIEDHOF  Ebern  • Thema im Stadtrat

Naturfriedhof befürwortet, aber noch nicht beschlossen

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Naturfriedhof:

wieder verschoben

Der extra eingerichtete „Arbeitskreis Naturfriedhof“ des Eberner Stadtrates hatte einen Beschlussvorschlag ausgearbeitet, der am 2. Februar 2023 im Stadtrat vorgestellt worden ist.

Der Vorschlag lautete: „Die Stadt Ebern gründet ein Kommunalunternehmen zur Einrichtung und für den Betrieb eines Waldfriedhofes.“

Allerdings stimmte der Stadtrat dem Vorschlag in dieser Form (noch) nicht zu. Stattdessen wurde bei zwei Gegenstimmen (Harald Pascher und Sven Steffan) beschlossen, bis zum 30. Juni 2023 eine Planungsvorlage bezüglich des anvisierten „Kommunalunternehmens Naturfriedhof“ erstellen zu lassen, und zwar mit Finanzierung, Wirtschaftlichkeit und Per­so­nal­kon­zept. Darüber muss dann erneut abgestimmt werden.

Klar wurde, dass nun der Bürgermeister und die Mehrheit des Stadtrates die Gründung eines „Kommunalunternehmens Waldfriedhof“ (gemeint ist wohl ein Naturfriedhof) bevorzugen.

Aus dem Rennen sind dagegen eine privatwirtschaftliche Beteiligung (Rotenhan-Wald) und – merkwürdigerweise – auch die Trägerschaft in direkter städtischer Hand, wie die anderen 15 städtischen Friedhöfe.

Bedeutet doch ein Kommunalunternehmen als Körperschaft des öffentlichen Rechts zusätzlich bürokratischen Aufwand:

Benötigt werden ein Vorstand, der das Kommunalunternehmen leitet, ein Verwaltungsrat, der die Geschäftsführung des Vorstands überwacht, eine Unternehmenssatzung sowie Personal und Geschäftsräume – und die Stadt haftet für die Verbindlichkeiten des Kommunalunternehmens un­be­schränkt.

Weiterführende Quellen:

Streit um geplanten Waldfriedhof in Ebern (2.2.2023, Fränkischer Tag, Zahlschranke) und Ein Kommunalunternehmen soll her (3.2.2023, Neue Presse) und Naturfriedhof erhält Arbeitskreis (3.7.2022, Fränkischer Tag, Zahl­schranke)

(ibg, 3.2.2023, aktualisiert 4.2.2023)


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ÖFFNUNGSZEITEN  Ebern  • Ausstellung im Rathaus

Verwirrung „Rund um die Burg“

Burgausstellung-Oeffnungszeit-2023
Abgebildet:
Bildschirmfotos von Texten, von oben nach unten: ebern.de, infranken.de, np-coburg.de


Die Ausstellung „Rund um die Burg“ im Eberner Rathaus sollte Besucher/innen aus nah und fern anziehen, doch die Öffnungszeiten waren von Anfang an widersprüchlich, was die Sonntagsöffnungszeiten anbelangt.

Nun sollen scharenweise Besucher/innen sonntags vor verschlossenen Türen gestanden haben, meldet die Neue Presse hinter ihrer Bezahlschranke.

Die verwirrenden bzw. widersprüchlichen Öffnungszeiten waren sowohl auf der Homepage der Stadt Ebern wie auch von infranken.de und Neuer Presse verbreitet worden. Aufgefallen ist das anscheinend niemandem. Waren Chatbots am Werk?

(ibg, 31.1.2023)


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M 2/2023  Bild des Monats  • Blick auf die Altstadt

Bild des Monats

Bi-de-Mo-02-2023-Stadtblick
Abgebildet: Ebern

Impression aus dem Baunachgrund …  


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SATIRE  Karikatur  • „Damals und heute“

Karikatur des Monats

Eingebetteter Tweet via Twitter

Wie fast immer: Ähnlichkeiten mit real existierenden Zuständen wären rein zufällig. 
(ibg, 2.2.2023) 

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ÖPNV  Statistik des Monats  • Ab Mai 2023

Nachfolger des 9-Euro-Tickets

Eingebettete Grafik

Infografik: Großstädter wollen eher für 49-Euro-Ticket zahlen | Statista
Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Zahlen, Daten, Fakten … 
(ibg, 2.2.2023) 


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NATURFRIEDHOF  Ebern  • Thema im Stadtrat

Im Rotenhan-Wald?

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Naturfriedhof:

Stadtrat entscheidet

Das Thema Naturfriedhof (das ist ein meist in einem Wald gelegener Urnenfriedhof) beschäftigt Ebern schon mindestens seit dem Jahr 2017. Insbesondere der Stadtrat befasste sich damit immer wieder, ohne zu einem abschließenden Ergebnis gekommen zu sein.

Das scheint sich nun zu ändern, denn für den 2. Februar 2023 steht das Thema wieder auf der Tagesordnung des Stadtrates: „Einrichtung eines Waldfriedhofes; hier: Bericht des Vorsitzenden des Arbeitskreises mit anschließender Beratung und Beschlussfassung“

Im September 2017 wurde im Parteiblatt „Roter Eber“ der Eberner SPD einem zusätzlichen Friedhof wenig Begeisterung entgegengebracht. Stattdessen sollten die vorhandenen städtischen Friedhöfe genutzt werden, hieß es.

Im damaligen Beitrag wurde unter anderem erwähnt, dass Träger eines Friedhofs nur Gemeinden oder Kirchen sein könnten. Tatsächlich heißt es auf der Webseite des Bayerischen Innenministeriums auch heute noch:

„Das bayerische Bestattungsgesetz bestimmt, dass Träger eines Friedhofs eine juristische Person des öffentlichen Rechts sein muss. Deshalb gibt es in Bayern grundsätzlich nur Friedhöfe der Gemeinden, der Kirchen und derjenigen Religionsgemeinschaften, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzen.“

Die Inhalte der privatwirtschaftlichen früheren Webseite Begraebniswald-Ebern.de, die noch im Jahr 2018 abrufbar war, sind nicht mehr online, und es wird auf auf eine andere Webseite umgeleitet.

Damals hieß es auf dieser Webseite: „Urnengrabstellen können zu Preisen ab ca. 550 € erworben werden.“

(ibg, 25.1.2023)


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RUNDBLICK  Internet  • Was andere bloggen

Aus der Blogosphäre

Andere Blogs, Ansichten und Meinungen

Das bewegt die Community

 Eklat im Bistum Würzburg, 

 Bischöfliches Ordinariat: 

„Bei der Suspendierung handelt es sich um eine Strafe, die dazu dient, zur Einsicht zu führen.“

Bistum Würzburg: „Diakon R. G. vom Dienst suspendiert“

„Mömbris, Diakon G. geht juristisch gegen Suspendierung vor“

openPetition: „Seelsorge, die auf die Anliegen der Menschen eingeht!“
von: Primavera24.de und Bistum Würzburg (18. und 19.1.2023)

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„Regensburg: Amazon schließt ältesten Standort in Europa“

Das Unternehmen spricht von „Umstrukturierungen“
von: regensburg-digital (20.1.2023)

Ebern: „Kulturring sagt Bunte Abende 2023 ab“

Abendfüllendes Programm kam nicht zustande
von: Neue Presse (10.1.2023)

Von der örtlichen Wahlkampfveranstaltung der CSU Haßberge in Breitbrunn

Dort wurde die „Schließung der Zulassungsstelle [Ebern] … einerseits begrüßt“ und Landrat „Wilhelm Schneider erläuterte, dass man das Krankenhaus Ebern umgewandelt und die Chirurgie verlegt habe, um das Haus Haßfurt zu stärken“.
von: Mainpost.de (11.1.2023)

Skurril: „‚Thurn und Toxisch‘: Gewerkschaftsjugend will Gloria enteignen“

Auf dem Regensburger Emmeramsplatz protestierte die DGB-Jugend mit Glühwein und Musik gegen Durchlaucht Gloria von Thurn und Taxis
von: regensburg-digital (7.12.2022)

(ibg, 20.1.2023)

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TECHNIK  Künstliche Intelligenz  • Enttäuschung vorprogrammiert

Chatbot-Fantasien

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Unrealistisch:

künstliche Intelligenz

ChatGPT ist ein Chatbot (elektronisches Dialogsystem, das einen natürlichen Chatteilnehmer imitiert), also ein Computer-Programm, das auf künstlicher Intelligenz (KI) beruht und welches menschliche Gespräche (in Schriftform) simuliert. Auf der dazugehörigen Internetseite gibt es eine Eingabezeile, wie bei einer Suchmaschine.

Man kann Fragen stellen und erhält dann Antworten in ganzen Sätzen. Gedichte, Aufsätze, Nachrichtentexte, Songzeilen und sogar Programmcode sollen möglich sein.

Das System wurde vom US-amerikanischen Unternehmen OpenAI entwickelt und im November 2022 als Prototyp veröffentlicht.

Im-Baunachgrund.de fragte den Chatbot:

„Was weißt du über den Landkreis Ebern?“

Der Chatbot antwortete:

„Der Landkreis Ebern war ein Landkreis im Bezirk Unterfranken in Bayern, Deutschland. Er wurde 1837 gegründet und 1852 aufgelöst. Der Landkreis Ebern umfasste die Gebiete der heutigen Landkreise Bamberg und Forchheim sowie Teile des Landkreises Haßberge. Es war also ein historischer Landkreis und existiert heute nicht mehr.“

Wie man sieht, es gibt für die Entwickler noch viel zu tun.

Mehr zum Thema bei: Der Standard.de

(ibg, 20.1.2023)


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JAHRESZEITEN  Wetter  • Schneefall

Ende des Vor-vor-Frühlings

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Wetter:

der Winter ist da

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Vorhersage ohne Gewähr, embedded Weatherwidget.io | Zeichnung: Leserzuschrift (ibg, 4.12.2019)

Der Winter hat sich im neuen Jahr Zeit gelassen, doch seit heute ist er auch im Altkreis Ebern angekommen.

Schneefall von 4:00 Uhr früh an, ein Tiefdruckgebiet zog von Süden Richtung Nordosten. Schlittenfahren möglich, sogar bei Flutlicht am Losberg, dank der Feuerwehr. Jedoch im Straßenverkehr leider auch etliche Unfälle.

(ibg, 18.1.2023, aktualisiert 20.1.2023)


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STATISTIK  Forsa-Umfrage  • Jahresbeginn 2023

„Dramatische Vertrauenskrise in kommunale Ebene“

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Umfrage:

weniger Vertrauen

Seit etwa 20 Jahren erstellt das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ zu Jahresbeginn ein Vertrauens-Ranking für mehr als 30 Institutionen.

Hierbei wird auch das Vertrauen in Bürgermeister, Gemeinderäte und Stadtverwaltungen erhoben. So schlecht wie im vergangenen Jahr waren die Werte in der Analyse aber noch nie.

Vor der Corona-Krise hatten in den Umfragen noch gut 50 Prozent der Befragten Vertrauen zu ihren Bürgermeistern. Zum Beginn des Jahres 2023 vertrauen jedoch nur noch 44 Prozent der Deutschen ihrem jeweiligen Bürgermeister. Das ist der schlechteste Wert, den „Forsa“ je gemessen hat.

Ähnlich bei den ehrenamtlichen Gemeinderäten, sie kommen nur noch auf 43 Prozent Vertrauen. Vor der Corona-Krise lagen die Werte für die Gemeindevertreter jahrelang um 50 Prozent. Und im Gegensatz zur Bundesebene, gibt es auf der kommunalen Ebene kein Ost-West-Gefälle.

Gerade in der Energiekrise gelingt es selbst den Kommunalpolitikern vor Ort nicht, den Bür­ger/innen zu erklären, warum und welche bestimmte Maßnahmen ergriffen werden sollten. Das Abschalten der Straßenbeleuchtung ist beispielsweise nicht „alternativlos“.

Politik muss erklären, auf Floskeln verzichten, mit den Menschen reden und mit ihnen gemeinsam in offenen Diskussionen nach Lösungen suchen. Dies erwarteten die Bür­ger/innen.

Quelle: Kommunal.de

(ibg, 18.1.2023)


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KULTUR  Wirtshaussterben  • Franken

Auch Eberner Land betroffen

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Gasthäuser:

immer weniger

„Wir müssen stärken, was wir haben“: medizinische Versorgung, Schul- und Bildungsangebot und unsere Gasthäuser

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Mit Gerhard Polt als Wirtshaus-Experte

 Video   „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“

Eingebettetes Video via Youtube


Video von „Haus der Bayerischen Geschichte“

(ibg, 17.1.2023)

Viele sehen die traditionelle fränkische Wirtshauskultur zerbröckeln. Auch Ebern ist betroffen, jüngst mit den Schließungen von Gasthof Post und Gasthof Stern.

Schon seit Ende der 1960er-Jahre verschwanden viele klassische Wirtschaften, und Vereinen und Dorf- und Stadtgemeinschaften kam der Treffpunkt abhanden. Fehlende Nach­fol­ger/innen, Personalmangel, Bürokratie, ein verändertes Freizeitverhalten, Corona und zuletzt hohe Inflationsraten taten das Übrige.

Aber nicht nur Räume, Häuser und deren Atmosphäre gehen verloren, auch die alten Rezepte geraten zusehends in Vergessenheit.

(ibg, 17.1.2023)


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KIRCHLAUTER  Theater  • Spielplan

„Diagnose: Tote Hose“

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Kirchlauter:

Komödie im März 2023

Die Theatergruppe Kirchlauter präsentiert die frivole Komödie „Diagnose: Tote Hose“ in drei Akten von Bernd Kietzke

Zum Stück: Zwei Freundinnen, eine weltfremde Heilpraktikerin, eine umtriebige Tochter, der verwirrte Sohn und eine lebenslustige Schwester mit ihren Toy-Boys sorgen für reichlich Action im Wohnzimmer.

Termine im Oskar-Kandler-Zentrum

  • Samstag, 18.3.2023, 19:00 Uhr – Premiere
  • Sonntag, 19.3.2023, 14:00 Uhr
  • Freitag, 24.3.2023, 19:00 Uhr
  • Samstag, 25.3.2023, 19:00 Uhr

  • (ibg, 14.1.2023, aktualisiert 29.1.2023, Angaben ohne Gewähr)


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    KULTUR  Fasching  • Termine
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    Fastnacht im Eberner Altlandkreis

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    Fastnacht:

    die 5. Jahreszeit

    Die vielleicht älteste bekannte literarische Erwähnung der „Fasnaht“ findet sich in einem auf das Jahr 1206 datierten Teil des Parzival des Minnesängers Wolfram von Eschenbach.

    Von Eschenbach beschreibt, wie die Frauen rund um die Burg der Grafen von Hirschberg-Dollnstein am Donnerstag vor Aschermittwoch groteske Spiele, Tänze und Verkleidungen vollführten. Die kleine Marktgemeinde Dollnstein im Altmühltal reklamiert deshalb für sich, Wiege des deutschen Karnevals im Allgemeinen und der Weiberfastnacht im Besonderen zu sein.

    (11.1.2023)


    Fosenacht und mehr ...


     Lichtenstein:  Faschingstanz der Dorfgemeinschaft, alte Schule, 13. Januar 2023, ab 20:00 Uhr


     Seßlach:  Bunte Abende, Sportheim, 20. und 21. Januar 2023


     Neubrunn:  Büttensitzung Heilig-Länder-Fosenacht, 28. Januar 2023, 19:00 Uhr, Heilig-Länder-Halle


     Pfaffendorf:  Pfaffendorfer Fasching, buntes Bühnenprogramm mit Musik und Tanz, 28. Januar 2023, 19:30 Uhr, Schloss


     Dorgendorf:  Faschingstanz des des Schnupfervereins, 28. Januar 2023, 19:00 Uhr, Gemeindehaus


     Rentweinsdorf:  Faschingssitzungen, Motto: Zirkus Rentweinsdorf, 3. und 4. Februar 2023, Marktsaal


     Dürrenried:  Faschingstanz des Schützenvereins, 3. Februar 2023, 19:59 Uhr, Schützenhaus


     Breitbrunn:  VfR-Faschingstanz, 4. Februar 2023, 19:00 Uhr, Gemeindezentrum


     Maroldsweisach:  Bunter Abend, 4. Februar 2023, 19:00 Uhr, Mittelschule


     Mürsbach:  VFL-Kinderfasching, 4. Februar 2023, 13:45 bis 17:00 Uhr, Festsaal Sonnen-Bräu


     Pfarrweisach:  Ein heiterer, lustiger Abend mit Schwester Theresa, 7. Februar 2023, 19:30 Uhr, Gasthaus Eisfelder


     Ebern:  Faschingsgala der Heubacher Garde, 11. Februar 2023, 19:00 Uhr, Frauengrundhalle


     Baunach:  Faschingszug mit After-Show-Party, 12. Februar 2023, 14:00 Uhr, Innenstadt


     Rentweinsdorf:  Altweiberfasching, 16. Februar 2023, 20:00 Uhr, Marktsaal


     Baunach:  Kinderfasching, 18. Februar 2023, 14:00 bis 17:00 Uhr, Aula Grund- und Mittelschule


     Ebern:  Faschingszug, 19. Februar 2023, 14:00 Uhr, Innenstadt


     Memmelsdorf/Ufr.:  Faschingszug, 19. Februar 2023, 13:15 Uhr


     Ebern:  Rosenmontagsball, 20. Februar 2023, 19:00 Uhr, Sport- und Kulturhalle an der Gleusdorfer Straße


     Seßlach:  Faschingszug, 21. Februar 2023, Innenstadt


     Untermerzbach:  Faschingszug, 21. Februar 2023, 13:30 Uhr


     Hinweis:  alle Angaben ohne Gewähr

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    BLACKOUT  Infrastruktur  • Öffentliche Telefone

    Einen Fernsprecher finden

    Interaktive Grafik

    Früher gab es fast überall öffentliche Telefonhäuschen. Doch inzwischen hat die Verbreitung von Handys fast alle öffentliche Telefonzellen eliminiert.

    Was aber, wenn du einen Anruf machen musst und dein Handy nicht dabei hast – oder beim gefürchteten Blackout, wenn die Handymasten von der Stromversorgung abgeschnitten sind? Du kannst dann mit deinem Smartphone auch nicht mehr nach öffentlichen Telefonen suchen.

    Breitenguessbach-Telefon-Stele
    Abgebildet: Telefon-Stele in Breitengüßbach

    Das kabelgebundene Telefonnetz verfügt dagegen über eine eigene Stromversorgung. Meist funktionieren deshalb bei Stromausfall noch die öffentlichen Telefonzellen bzw. deren spärlich gesäte Nachfolger – die grau-magentafarbenen Telefon-Stelen. Die Telekom betreibt bundesweit noch etwa 14 .000 öffentliche Telefone.

    Laut OpenStreetMap.org gibt es im Altkreis Ebern und Umgebung noch vier öffentlich zugängliche Telefone, und zwar in Pfarrweisach, Kaltenbrunn im Itzgrund, Breitengüßbach und Hofheim in Unterfranken. Suche in den Karten nach dem kleinen Telefonhörer-Symbol. Aber ob alle vier Telefone tatsächlich noch vor Ort sind, wissen wir nicht.

    (ibg, 14.10.2022)


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    ADFC  Altkreis Ebern  • Wie ist Radfahren bei Dir vor Ort?

    Am Fahrradklima-Test beteiligen

    Smbl-Fahrrad
    Symbolbild: ibg

    Zur Zeit läuft wieder der bundesweite Fahrradklima-Test des ADFC. Alle Bürgerinnen und Bürger können bis zum 30. November 2022 einen Online-Fragebogen ausfüllen und darin eine Bewertung zur Situation des Fahrradfahrens in ihrem Ort abgeben.

    Dabei wird dieses Mal ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt, denn dort gibt es viel Potential für den Radverkehr und einen hohen Nachholbedarf beim Infrastrukturausbau.

    Voraussetzung für die Aufnahme in die Auswertung ist allerdings, dass pro Ort mindestens 50 Bewertungen abgegeben werden.

    Aktuelle Zwischenstände werden auf der Website des ADFC veröffentlicht. Der Zwischenstand zeigt, wie viele Online-Fragebögen inzwischen für eine Stadt oder Gemeinde eingegangen sind. Hier gibt es im Altkreis Ebern noch Nachholbedarf.

    Zum Online-Fragebogen geht es hier.

    UPDATE – Bis zum 24. November 2022 sind 54 Online-Fragebögen für die Stadt Ebern eingegangen. 50 werden für eine Auswertung benötigt.

    (ibg, 20.9.2022, aktualisiert 24.11.2022)


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    STATISTIK  Haßberge  • Meldepflichtige Krankheiten (Auswahl)

    Amtlich gemeldete Fallzahlen

    Ebern-altes-Gesundheitsamt
    Abgebildet: ehemaliges Gesundheitsamt in Ebern


    Krankheiten
    im Landkreis Haßberge
    Saison-jahr
       
     2018/192019/202020/212021/22
    Acinetobacter-Infekt / Kolonisation   1
     Affenpocken   1
    Borreliose40472725
     Campylobacter-Enteritis35464540
    CJK    
     COVID-19 2244.232 35.751
    E.-coli-Enteritis    
    EHEC-Erkrankung45 1
    FSME    
    Haemophilus influenzae 1  
    Hantavirus-Erkrankung1   
    Hepatitis A1   
    Hepatitis B6 2 
    Hepatitis C7241
    Hepatitis E710611
    HUS, enteropathisch 1  
    Influenza, saisonal24715729
    Keuchhusten3614 4
    Legionellose35 2
    Masern    
    Meningokokken    
    Mumps1   
     Norovirus-Gastroenteritis13991944
    Pneumokokken   1
    Salmonellose2114512
    Tuberkulose2432
    Windpocken204353

    Quelle: Robert-Koch-Institut: SurvStat@RKI 2.0, survstat.rki.de, Abfragedatum: 9.8.2022, Angaben ohne Gewähr


    Tabelle: Statistik ausgewählter meldepflichtiger Krankheiten im Landkreis Haßberge

    Auffällig ist die explosionsartige Ausbreitung der Krankheit COVID-19 in der Saison 2021/22. Dies kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen zuletzt nicht hinreichend wirksam waren und großer Verbesserungsbedarf besteht.

    Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) soll helfen Infektionen frühzeitig zu erkennen, ihre Weiterverbreitung zu verhindern und übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen. Es trat am 1. Januar 2001 in Kraft und regelt unter anderem, welche übertragbaren Krankheiten in Deutschland meldepflichtig sind.

    Die Meldepflicht richtet sich in erster Linie an den/die behandelnde/n Arzt/Ärztin beziehungsweise das befunderhebende Labor, die auftretende Fälle an das örtliche Gesundheitsamt melden.

    Die Gesundheitsämter übermitteln alle Fälle an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), das die Daten für Bayern auswertet. Das LGL übermittelt die Daten weiter an das Robert-Koch-Institut (RKI), das die Meldezahlen für das Bundesgebiet zusammenstellt.

    (ibg, 10.8.2022)


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    STATISTIK  Tourismus  • Vergleich im Tourismusverband Franken

    Werte von Januar bis Mai 2022

    Baunach-Buergerhs
    Zwar fehlt es im Deutschen Burgenwinkel an Burgen, dafür sieht das Bürgerhaus Baunach burgähnlich aus


     Tourismus-RegionBetten-Auslastung in %Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen
    Haßberge 21,13,0
    Naturpark Altmühltal21,42,1
    Nürnberger Land21,72,0
    Fränkische Schweiz 22,32,5
    Fränkisches Seenland 23,72,9
    Spessart – Mainland 24,32,1
    Frankenhöhe zur Romantischen Straße25,52,3
    Fränkisches Weinland 28,51,9
    Städteregion Nürnberg 28,92,0
    Coburg – Rennsteig28,93,5
    Fichtelgebirge29,12,6
    Frankenwald 30,83,2
    Steigerwald 31,22,6
    Obermain Jura32,63,2
    Rhön 43,55,1

    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik


    Alle Regierungsbezirke und Tourismusregionen in Bayern verzeichnen durchweg positive Veränderungsraten, sowohl für Mai 2022 als auch für den Zeitraum von Januar bis Mai 2022.

    (ibg, 5.8.2022)


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    CORONA  Ampeln  • Informationen für unsere Altkreis-Region

    7-Tage-Inzidenzwerte

    Design angepasst, Datenlizenz: dl-de/by-2-0, via Robert-Koch-Institut

    Klicken Sie in der Grafik auf die verschiedenen Landkreise und Städte.

    Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Menschen sich über einen bestimmten Zeitraum neu angesteckt haben. Bei Corona wird mit dem Inzidenzwert betrachtet, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Das Wort Inzidenz leitet sich vom lateinischen Verb „incidere“ ab, das „vorfallen, sich ereignen, sich zutragen“ bedeutet.

    Die interaktive Karte von Zeit.de erlaubt abends eine Vorschau auf die vorläufigen Werte des kommenden Tages.


    ∗∗∗
    AFFENPOCKEN  Deutschland  • Bestätigte Fälle, kumuliert

    Daten-Explorator

    Edouard Mathieu, Fiona Spooner, Saloni Dattani, Hannah Ritchie and Max Roser (2022) – „Monkeypox“. Published online at OurWorldInData.org. Retrieved from: 'https://ourworldindata.org/monkeypox' [Online Resource]

    (ibg, 5.8.2022)


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    ÖPNV 9-Euro-Ticket  • Erreichbarkeit von Bus und Bahn

    Haßberge im Ranking unten

    Basisangebot von Bus und Bahn
    Grafik (unverändert eingebettet): „Allianz pro Schiene“, Pressemitteilung

    [Pressemitteilung | Berlin, 19.5.2022]   Die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger werden das 9-Euro-Ticket jenseits der Metropolen höchst unterschiedlich nutzen können. „Während sich die Menschen etwa in Hessen und Nordrhein-Westfalen auf das Sonderangebot freuen dürfen, werden viele in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern in die Röhre gucken“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. Zahlreiche Landkreise im ländlichen Raum seien praktisch abgehängt, insbesondere in Bayern. „Wer im Bayerischen Wald lebt, profitiert kaum vom 9-Euro-Ticket“, so Flege.

    Nach einer deutschlandweiten Erreichbarkeits-Auswertung der gemeinnützigen Allianz pro Schiene schneiden bayerische Landkreise beim Bus und Bahnangebot besonders schlecht ab. Sieben der zehn unterversorgtesten Landkreise liegen in Bayern. Negativ-Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich sind die Landkreise Dingolfing-Landau, Straubing-Bogen (beide Niederbayern) und Cham (Bayerischer Wald).

    Die Unterversorgung mit Bus und Bahn liegt laut Allianz pro Schiene nicht nur an der geringen Bevölkerungsdichte. „Die zehn Landkreisen mit der geringsten Bevölkerungsdichte haben allesamt ein besseres Bus- und Bahnangebot als die Flop-10-Landkreise“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes. Flege: „Die 9-Euro-Sommeraktion des Bundes bringt auch die großen Unterschiede innerhalb Deutschlands beim Bus- und Bahnangebot ins Bewusstsein. Nach Ende der auf drei Monate befristeten Preisoffensive muss der Bund gemeinsam mit den Ländern und Landkreisen eine Angebotsoffensive starten. Erst, wenn es flächendeckend ein attraktives Bus- und Bahnangebot gibt, steigen die Menschen dauerhaft um.“

    Das Erreichbarkeits-Ranking der Allianz pro Schiene basiert auf offiziellen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das dem Bundesinnenministerium unterstellt ist. Das Institut berechnet den Anteil der Bevölkerung, der innerhalb eines Radius von 600 Metern Luftlinie bis zu einer Bushaltestelle oder 1200 Metern bis zu einem Bahnhof lebt, wobei die Stationen werktags mindestens zehn Fahrten pro Richtung anbieten müssen. 600 Meter entsprechen einem Fußweg von etwa acht bis zehn Minuten, was das BBSR als noch zumutbar bewertet. Bei Bahnhöfen stuft es sogar noch größere Distanzen als hinnehmbar ein.

    Eine interaktive Deutschland-Karte der Allianz pro Schiene veranschaulicht die Situation in den einzelnen Landkreisen. Mit einem Klick ist es möglich, sich die lokalen Erreichbarkeitsdaten anzeigen zu lassen.

    Dieser Text [Pressemitteilung] erschien zuerst am 19.5.2022 bei Allianz-pro-Schiene.de.

    (ibg, 19.5.2022)


    Eingebettete interaktive Grafik | Allianz pro Schiene


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    LOKALZEITUNGEN  Nachgereicht  • Verkaufte Auflagen im Vergleich

    Ungebremst auf Talfahrt

    Briefkasten-NP-Spark
    Abgebildet: Briefkasten einer früheren Zeitungsredaktion in Ebern

    Vergleich 1. Quartal 2021 mit 1. Quartal 2022 

     verk. 1/2021  verk. 1/2022  +/- in % 
    FT Haßberge (E)   4.375 4.142  -5,33 %
    NP Haßberge   1.510 1.386  -8,21 % 
    Main-Post HAS u. HOH   6.371 6.080  -4,57 %
    Obermain Tagblatt   9.794 9.513  -2,87 %
    Coburger Tageblatt   10.365 9.864  -4,83 %
    FT Bamberg (A)   29.057 27.481  -5,42 %
    FT LIF/STE   2.446 2.309  -5,60 %
    NP Gesamt   12.416 11.771  -5,19 %

    Quelle: www.ivw.eu


    Wie erklärt sich ein Rückgang von 8,21 % an verkaufter Auflage binnen eines Jahres?

    Keine Antwort, nur spontane Stichwörter: Lokalberichterstattung, Chronistenpflicht, Servicejournalismus, Korrektiv, Tagesaktualität, PR-Texte, Pressemitteilungen, Clickbait-Bilderstrecken, eigene Arbeiten, Gastbeiträge

    Fridays for Future-Aktivistin Carla Reemtsma schreibt in ihrer Kolumne bei Rums zur Zukunft des Lokaljournalismus: „Wie auch immer die Zukunft des Lokaljournalismus aussieht – mit dem Weiter-So aus Agenturmeldungen, Polizeiberichten und Hasenzüchtervereinsgeschichten wird es nicht klappen“.

    (ibg, 3.5.2022, aktualisiert 19.5.2022)

    Zitat aus Wikipedia:

    „ 

    In der politik- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung gibt es einige Untersuchungen, die sich vor allem mit der politischen Funktion von Lokalzeitungen beschäftigten, die grundlegenden Arbeiten erschienen um 1980.

    Die Aufgabe der Lokalpresse lautet entsprechend diesem Untersuchungsansatz: „Die Presse hat in der oft oppositionsfreien Zone der Gemeinde eine besondere Bedeutung. Ihre Aufgabe wäre es, die fehlende Öffentlichkeit und die fehlende kritische Sichtweise der Rathaustätigkeit herzustellen“.

    In allen Untersuchungen wird betont, dass die Berichterstattung oft den Entscheidungsprozessen hinterherhinke. Die Presse wird in der Regel erst eingeschaltet, wenn alles entschieden ist. [2]

    Abgesehen davon machten sich die Lokalteile „zum Sprachrohr der Kritik von oben nach unten“. Lokale Herrschaftsträger bedienten sich der Zeitungen zur Durchsetzungen ihrer Interessen, die Presse zeige sich im lokalen Feld als weitgehend in­s­t­ru­men­ta­li­sie­rt.

    Ein Prozess gegenseitiger Befruchtung von Herrschaft und Presse finde nicht statt: „Eine Rückkopplungsfunktion zwischen Bevölkerung und Herrschaftsträger sei unter solchen Bedingungen illusorisch“. Presse übe oft kaum eine demokratische Funktion im Sinne einer politischen Öffentlichkeit aus, denn

    (1.) werde die einseitige Ausrichtung der Kommunalpolitik auf Wirtschaftsförderung selten in Frage gestellt,

    (2.) beschränke sich die Berichterstattung in der Regel auf ohnehin schon bekannte Ereignisse, somit würden Gemeinderat und Verwaltung kaum kontrolliert und

    (3.) beziehe sich Kritik meist auf Bürger und politische Initiativen, gelegentlich auf Parteien, kaum jedoch auf die Verwaltung und ihre obersten Repräsentanten. [3]

    “ 

    Wörtlich aus der Online-En­zy­k­lo­pä­die „Wikpedia“, Eintrag: „Lokalzeitung“, Lizenz: CC BY-SA 3.0

    (ibg, 12.5.2022)

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    RECHT  Gastbeitrag  • „Ohne Ladung kein Zutritt“

    Aus irgendeinem Amtsgericht

    Smbl-Amtsgericht
    Symbolbild: ibg

    [Gastbeitrag]   Letztens habe ich an einem kleineren Amtsgericht verteidigt. Der Prozess war wenig spektakulär, interessant wurde es aber als ich nachher von einer Person erfuhr, die beim Prozess hatte „zugucken“ wollen, von dem Justizbeamten an der Pforte aber nicht reingelassen wurde. Er begründete das mit dem Corona-Virus, fragte nach, zu welchem Prozess man denn wolle und warum und verhielt sich wohl insgesamt eher herablassend.

    Die eine Sache ist, dass der Justizbeamte mir mit diesem Verhalten einen absoluten Revisionsgrund geschaffen hat; denn nach § 338 Nr. 6 StPO beruht ein Urteil immer auf einer Gesetzesverletzung, wenn die Vorschriften über die Öffentlichkeit verletzt wurden. Dies ist, wenn Zuhörern der Eintritt verwehrt wird, definitiv der Fall. Und ich dachte, solche Fälle werden nur in Klausuren abgefragt.

    Die andere Sache ist, dass hier ein Justizbeamter anscheinend keine Ahnung von elementaren rechtsstaatlichen Grundsätzen hat. Der Grundsatz der Öffentlichkeit ist ein wichtiger strafrechtlicher Grundsatz, wonach Hauptverhandlungen grundsätzlich öffentlich, das heißt frei zugänglich, sind. Die Idee dahinter ist eine Kontrolle der Justiz (auch) durch die Bevölkerung, immerhin ergehen Urteile ja auch im Namen des Volkes. Der Grundsatz kann unter gewissen Voraussetzungen eingeschränkt werden, aber natürlich darf ein Justizbeamter an der Pforte nicht in Eigenregie Zuschauer nur deswegen abweisen, weil sie keine Ladung oder einen sonstigen Termin im Gericht haben.

    RA Dr. André Bohn

    Dieser Text [Gastbeitrag] erschien zuerst am 12.7.2021 bei Lawblog.de (Udo Vetter), Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE & siehe hier.

    (ibg, 29.3.2022)


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    HEIMATKUNDE  Ebern  • Haus am Kirchplatz

    Das Jungfrauen- und Witwenhaus

    Fraenkisch-Wuerzburgische-Chronik-1811
    Historische-Nachrichten-1811
    Historische Nachrichten von 1811

    Von einigen vormaligen Stiftungen zur Unterstützung der leidenden Menschheit zu Ebern 

    Die Liebe der Bewohner Eberns umfaßte auch noch andere Classen von Menschen, die der Unterstützung oft ebenso dringend bedürfen, als sie eines bessern Schicksals würdig sind.

    Wie sehr sind nicht tugendhafte Jungfrauen zu bemitleiden, die unter dem Mißgeschicke, keine Versorgung zu finden, ergrauten, oder wegen unverschuldeter Armuth ihre schönsten Lebensjahre dem Dienste ihrer Mitmenschen widmen mußten, um sich den nöthigen Lebensunterhalt zu verschaffen, dann aber wenn sie kraftlos und zum fernern Dienste unfähig geworden sind, sich weder die ersten Lebensbedürfnisse zu befriedigen, noch unter einem sichern und ruhigen Obdache unterzubringen wissen?

    Wie traurig ist das Loos mancher Wittwe, deren Gatte ihre ganze Versorgung mit sich zu Grabe nahm, und ihr nur Jammer und Hilfslosigkeit zurück ließ? Diese beyden Classen von Menschen berücksichtigte einst die bürgerliche Jungfrau Sophia Pfaffendorfer, welche zu Ebern angesessen war.

    Sie wurde die Stifterin eines besondern Hauses für Jungfrauen und Wittwen aus Ebern, welches den Namen Schwesternhaus führte. Eigentlich mag dasselbe nichts anders gewesen seyn als ein sogenanntes Ehehaltenhaus, dergleichen unser Vaterland noch hie und da aufzuweisen hat.

    In der Mitte ds XV. Jahrhunderts hatte die Jungfrau Sophia Pfaffendorfer von dem Bürger Konrad Sack ein Haus am Kirchhofe gekauft, es vom Grunde aus neu erbauen lassen, und es als Herberge oder Wohnung für ehrbare und tugendhafte Jungfrauen, oder, im Falle keine solche vorhanden wären, für züchtige und ehrbare Wittwen hingegeben.

    Sie behielt sich vor, während ihrer Lebenszeit diese Jungfrauen oder Wittwen zur Aufnahme selbst auszuwählen: nach ihrem Tode aber sollte die Wahl dem Pfarrer und dem Magistrate obliegen. Dadurch authorisirte sie also den Pfarrer und Magistrat zum Vorstande des kleinen Instituts, und sie übertrug ihm auch die Vollmacht, jede Bewohnerin des Hauses, welche nicht friedlich oder sonst von ungeziemender Aufführung seyn würde, nach einer dreymaligen fruchtlosen Warnung aus dem Hause zu entfernen, und eine andere rechtschaffene Person in ihre Stelle einrücken zu lassen.

    Die Schwestern mögen, wenigstens anfänglich, außer der freyen Wohnung und Beholzung zu ihrem Unterhalte nichts weiter erhalten haben; denn sie waren zu Arbeiten angewiesen, und besonders für die Pfarrkirche und die Kapellen auf Verlangen der Pfleger die mancherley Paramente zu verfertigen, auszubessern und zu waschen.

    Dadurch mußten sie sich also den nöthigen Unterhalt selbst verschaffen, und die Anstalt war demnach keineswegs auf gänzliche Unthätigkeit und Müßiggang angelegt. Der Bischof von Würzburg verordnete in seiner Bestätigungs-Urkunde vom 5. Julius 1457, daß die Schwestern weder ein Ordenskleid tragen, noch eine Ordens-Regel beobachten, und keine Beguinen seyn sollten.

    Wenn, wie es vielleicht geschah, der Vorstand dahin bedacht war, in diesem Hause alte und kraftlose Dienstmägde und verlassene Wittwen eines untadelhaften Betragens unterzubringen, wie wohlthätig und rühmlich zugleich war diese Stiftung der Stadt?

    Die angewiesene Wohnung war eine bürgerliche, sohin auch den bürgerlichen Lasten unterworfen. Der Magistrat und die Bürgerschaft dachten großmüthig genug, das Haus von diesen Lasten zu befreyen, ihm aber dessen ungeachtet die Gemeinde-Utilitäten vorzubehalten: nur sollte vom Hause jährlich 1fl.als Recognition so lange entrichtet werden, bis er mit einem ewigen Zinse abgelößet würde.

    Um das Haus gegen alle Ansprüche, die vielleicht die Erben der Stifterin aufregen könnten, zu sichern, so genehmigte Otto Pfaffendorfer, Bürger zu Koburg und Bruder der Stifterin, im Jahre 1459 die Schenkung seiner Schwester, und begnügte, daß von ihr diese Verfügung „leutterlich vmb gotts willen“ d. h. aus reiner religiöser und menschenfreundlicher Absicht getroffen worden sey. – Auch diese Stiftung bedachte der Menschenfreund Johannes von Helb in seinem Testamente, da er einer gewissen Jungfrau des Hauses auf ihre Lebenszeit den Bezug von 7 Pfen. an allen Sonntagen des Jahres verschaffte, nach ihrem Tode aber dieses Geld für die sämmtlichen Schwestern, so lange sie zusammen leben würden, bestimmte.

    Die fernere Schicksale des Schwesterhauses, die Länge seiner Dauer, seine Verwendung zu andern Zwecken wird vielleicht, wenn die schriftlichen Denkmale nicht alle verloren giengen, die Zukunft noch aufhellen.

    Den vormaligen Wohlthätigkeits-Instituten der Stadt Ebern muß auch das Seelenbad beygezählet werden, welches nichts geringeres zur Absicht hatte, als unter den armen, und deßhalb meistens auch unsauberen Einwohnern der Stadt die Reinigung des Körpers und die damit verknüpfte bessere Gesundheitspflege zu befördern.

    Wörtlich aus: Neue Fränkisch-Würzburgische Chronik, 24. August 1811, Seite 533 ff.

    (ibg, 8.3.2022)

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    SCHLOSS WEISSENBRUNN  Denkmalschutz  • Abriss und Neubau

    Eine Tiefgarage für Weißenbrunn

    Offizielle Daten aus dem BayernAtlas


     Denkmalschutz    via Geoportal.Bayern.de

    Die amtliche Karte stellt Baudenkmäler (magentafarben) und Bodendenkmäler (rot) im Bereich des Schlosses Weißenbrunn bei Ebern dar.

    (ibg, 3.5.2021)

    Als Bodendenkmäler gelten die untertägigen Teile des frühneuzeitlichen Schlosses von Weißenbrunn. Auf dem Bereich der Bodendenkmäler stehen heute die zum Schloss gehörenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die nach den Bauplänen zugunsten einer Tiefgarage abgerissen werden sollen.
    (ibg, 3.5.2021)

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    EBERN  Pläne  • Kommen bald die Betonisten?

    Schloss Weißenbrunn

    Schloss Weißenbrunn Hauptansicht
    Bild (unverändert): „Schloss Weißenbrunn Hauptansicht“, Foto: Asulaveronese, Lizenz: CC BY-SA 4.0, eingebettet via Wikimedia Commons

    Den Plänen nach werden die Nebengebäude vor dem Schloss (obiges Bild, unterer Bildrand) abgerissen.

    Ortsbildprägendes Schloss-Areal


     Rittergut Weißenbrunn    Ansichtskarte zu Beginn des 20. Jhds.

    Rittergut Weißenbrunn AK
    Bild: „Rittergut Weißenbrunn AK“,
    Urheber: unbekannt, via Wikimedia Commons



    Termin-Kalender 

    • Februar 2021: Bauantrag für einen Musik-Pavillon im Barockgarten wird bei der Stadt eingereicht
    • 25. März 2021: Stadtrat Ebern stimmt einstimmig dem eingereichten Bebauungsplan des sogenannten „Kulturrefugiums“ (Schloss Weißenbrunn Konzerthaus – Gastronomie – Hotel) zu
    • Die Unterlagen können in der Zeit vom 12. April 2021 bis einschließlich 14. Mai 2021 im Ämtergebäude Ebern eingesehen werden sowie auf der Homepage der Stadt abgerufen werden
    • Bürgerbeteiligung: Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich oder zur Niederschrift mündlich oder in sonstiger Weise abgegeben werden
    •  10. Mai 2021, 18:00 Uhr:  Teilbürgerversammlung für Weißenbrunn mit öffentlicher Informationsveranstaltung zum Bauleitplanverfahren „Bebauungsplan und 23. Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes Schloss Weißenbrunn Konzerthaus – Gastronomie – Hotel“ in der Frauengrundhalle Ebern
    • Einwahllink für die Informationsveranstaltung über Zoom-Meeting: zoom.us, Meeting-ID: 975 3223 9196, Kenncode: 0cKpc6


    Bilder und Modelle 
    Zitate der Architekten 

    „Die Konzerthalle selbst antwortet mit ihrer Architektur auf den Ort.“

    „Mit dem Schloss selbst entsteht ein Zusammenspiel, eine Symbiose, eine gegenseitige Befruchtung.“

    Bildschirmfoto-Homepage-Weissenbrunn-3-Mai-2021
    Abgebildet: Bildschirmfoto von der städtischen Webseite www.ebern.de

    Fauxpas: Zusätzliche Stimmungsmache statt bloßer objektiver Darstellung auf der städtischen Homepage 

    Das Bauleitplanverfahren ist noch nicht abgeschlossen, Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern sind noch bis zum 14. Mai 2021 möglich. Stellungnahmen können auch per E-Mail (info@Ebern.de) abgegeben werden, ist einer Bekanntmachung der Stadt Ebern zu entnehmen.

    Zitat von der städtischen Homepage Ebern.de: „Gäste des Kulturrefugiums werden nach der Fertigstellung Erholung und Inspiration auf allen Ebenen erfahren; sei es bei Konzerten und kulturellen Veranstaltungen im Konzertsaal, beim Speisen mit ausgewähltem Kulturprogramm in einem der Restaurants, bei der Entspannung im Wellnessbereich oder der Erkundung der umliegenden Hügellandschaft ...“

    Es gibt sogar noch mehr „Werbung“ auf Ebern.de.
    (ibg, 3.5.2021, aktualisiert 10.5.2021)


    Zum Vergleich: Konzerthaus Blaibach bei Cham (Oberpfalz) 
    Bild: „Konzerthaus Blaibach by Peter Haimerl Architektur“ von Benutzer: architectmag, eingebettet via Instagram (10.5.2021)

    Konzerthaus Blaibach
    Bild (unverändert): „Konzerthaus Blaibach“, Foto: luckyprof, Lizenz: CC BY-SA 4.0, eingebettet via Wikimedia Commons (10.5.2021)

    Das Konzerthaus Blaibach (Oberpfalz) verblüfft mit moderner Architektur, ein gekippter Kubus aus Beton und Granit. Die Baukosten beliefen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Davon übernahm die Gemeinde 400.000 Euro, die übrigen Kosten wurden durch einen Förderverein und staatliche Zuwendungen gedeckt.

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    LOKALZEITUNGEN  Nachgereicht  • Verkaufte Auflagen im Vergleich

    Ungebremster Leserschwund

    Smbl-Zeitungstitel-02
    Symbolbild

    Vergleich 1. Quartal 2020 mit 1. Quartal 2021 

    Zeitungstitelverk. 1/2020 verk. 1/2021 +/- in %

    Fränkischer Tag (E – Haßberge)

         4.617      4.375  -  5,24 

    Neue Presse Ebern (Haßberge)

         1.583      1.510  -  4,61 

    Main-Post (HAS und HOH)

         6.582      6.371  - 3,21
    Zum Vergleich  

    Fränkischer Tag (A – Bamberg)

       30.521    29.057  - 4,80 

    Neue Presse (Gesamtausgabe)

       12.825    12.416 -  3,19

    Coburger Tageblatt

        10.756    10.365  -  3,64 

    Obermain-Tagblatt (LIF/STE)

       9.991      9.794 -  1,97

    Fränkischer Tag (LIF/STE)

         2.648      2.446  - 7,63 

    Quelle: www.ivw.eu


    Im Internet wurde am 25. April 2021 von der Facebook-Seite „Bamberg Facts“ dazu aufgerufen, den „Fränkischen Tag“ zu retten, weil die Zahl der Abonnenten zurückgeht. Umgehend kommentierten viele Facebook-Nutzer den Aufruf, allerdings überwiegend nicht im Sinne des Rettungsaufrufs. Was bleibt zu sagen? Lokalzeitungen sind nicht nur Nachrichtenlieferanten, sondern sind so wichtig für den politischen Willensbildungsprozess.

    Wenn aber, wie jüngst auch im Landkreis Haßberge zu beobachten war, wenn sich Lokalzeitungen überwiegend nur noch als Sprachrohre für durchgestylte Pressemitteilungen von Kommunalpolitikern oder sonst wem verstehen (siehe Rückbau Krankenhaus Ebern, „neue Konzepte“), wenn aus der Politik stammende freie Mitarbeiter/innen nicht neutral berichten wollen, sondern die Meinung ihrer politischen Heimat in ihre Texte einschleusen und Redaktionen das nicht redigieren, dann ist der Begriff „Heimatzeitung“ gründlich missverstanden worden.

    Und dann sind auch noch die Hyperlokalseiten „Aus dem Baunach-, Itz- und Lautergrund“ und „Aus Haßgau, Maintal und Steigerwald“ aufgegeben worden, wo der Fränkische Tag gerade mit dem Lokalen punkten wollte. Wer will dann schon weiterhin monatlich eine Stange Geld dafür ausgeben?
    (ibg, 27.4.2021)

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    BAHN  Maro-Express  • Beitrag zur CO2-Entlastung

    Bahn-Comeback soll kommen

    Maroldsweisach-Maro-Express
    Abgebildet: Dampfsonderzug Maro-Express zur Strecken-Stilllegung

    Wie die Nachrichten am Ort am 14.1.2021 melden, sei es ein „langfristig gedachtes Projekt“ der Baunach-Allianz, die Bahnstrecke von Ebern nach Maroldsweisach wiederzubeleben. Das Thema sprach der Reckendorfer Bürgermeister auf der Gemeinderatssitzung vom 13.1.2021 an.

    Auch wenn langfristig gedacht werden soll, in Ebern wird man sich Gedanken zum künftigen Streckenverlauf im Stadtgebiet machen müssen. Denn der alte Verlauf kann wegen kurzsichtig erfolgter Streckenüberbauungen vorerst nicht mehr genutzt werden.

    Der Streckenabschnitt Ebern – Maroldsweisach wurde erst am 14.2.2003 stillgelegt. 1988 wurde zunächst der Personenverkehr, 1997 dann der Güterverkehr eingestellt. Danach gab es berechtigte Hoffnungen auf eine Wiederbelebung, weil der Streckenteil Ebern – Maroldsweisach an die Waldhof-Eisenbahngesellschaft verpachtet worden war.

    Leider blieb es nur bei den Ankündigungen und Taten fehlten, so dass die Gleise im Jahr 2003 – auch auf Betreiben des damaligen Landrats – abgebaut wurden. Die einstige Bundesbahn war zuvor maßgeblich selbst am Niedergang der Strecke beteiligt gewesen, weil sie – wie fast überall in Deutschland – parallel zur Bahnstrecke Bahnbusse fahren ließ.

    (ibg, 18.1.2021)

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    BAHN-GESCHICHTE  Altkreis Hofheim i.UFr.  • 28. Juli 1995

    Die letzte Fahrt des „Hofheimerle“

    Historische Filmaufnahmen

     Video   „Amigo-Express“

    Eingebettetes Video via Youtube (20.10.2020)


    Video vom 18. Oktober 2020

    (ibg, 20.10.2020)

    Das unrühmliche Ende der Bahnlinie Hofheim i.UFr. – Königsberg i.Bay. – Haßfurt am Main läuteten damals einheimische Kommunalpolitiker ein, trotz Bestandsgarantie des bayerischen Staats für die Lokalbahnstrecke.

    Der Bevölkerung war dies nicht verborgen geblieben und so wurden die letzten Triebwagen mit einem gelben Kunststoff-Schlauch und entsprechend missmutigen Parolen dekoriert wie:

    „Die nächsten Wahlen sind noch weit, drum ist’s fürs Bähnle Sterbenszeit“ und „Amigo-Express“, eine Anspielung auf die Amigo-Affäre von 1992/93.

    (ibg, 20.10.2020)
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    LOKALZEITUNGEN  Nachgereicht  • Verkaufte Auflagen im Vergleich

    Wieder weniger Abonnenten

    Ebern-Zeitung-Redaktion
    Abgebildet: Redaktionsgebäude in Ebern

    Vergleich 1. Quartal 2019 mit 1. Quartal 2020 

    Zeitungstitelverk. 1/2019 verk. 1/2020 +/- in %

    Fränkischer Tag (E – Haßberge)

         4.808      4.617 -  3,97

    Neue Presse Ebern (Haßberge)

         1.650      1.583 -  4,06

    Main-Post (HAS und HOH)

         6.872      6.582  - 4,22 
    Zum Vergleich  

    Fränkischer Tag (A – Bamberg)

       31.976    30.521  - 4,55 

    Neue Presse (Gesamtausgabe)

       13.343    12.825 -  3,88

    Coburger Tageblatt

        11.158    10.756 -  3,60

    Obermain-Tagblatt (LIF/STE)

       10.266      9.991 -  2,68

    Fränkischer Tag (LIF/STE)

         2.841      2.648  - 6,79 

    Quelle: www.ivw.eu


    Die heimischen Lokalzeitungen haben im Vergleich zum letzten Jahr weiter an verkaufter Auflage verloren. Die entsprechenden Zahlen hat die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (ivw) veröffentlicht. 

    Bei vielen Artikeln hat sich übrigens schon seit längerem der Stil der Überschriften verändert. Die Schlagzeilen verraten oft nicht mehr den Inhalt der Beiträge, sondern treffen eine offene Feststellung oder bilden eine Frage. Das soll potentielle Leser/innen „antriggern“, also dazu bringen, den gesamten Artikel zu lesen. 

    Der Rückgang im Zeitungsgeschäft wird langsam bedenklich, denn auch bei uns wurden Redaktionen verkleinert oder sogar schon ganz abgezogen. Während auf der einen Seite bei den Zeitungen Redakteure eingespart wurden, haben auf der anderen Seite z.B. die Landratsämter aufgerüstet und ehemalige Redakteure für ihre Pressearbeit eingestellt. 

    So können Pressemitteilungen, die den Geschmack der Behörden und Kommunalpolitik treffen, – man möchte fast sagen: barrierefreien – Eingang in die Tageszeitungen finden. Für die öffentliche Meinungsbildung und die Kontrolle der Kommunalpolitik ist das keine wünschenswerte Entwicklung. 


    Wie kann’s besser werden? 

    Das ist eine Frage, die sich in erster Linie die Verleger stellen und beantworten müssten. Offenbar leider ohne größere Erfolge, wie die Quartalszahlen regelmäßig nahelegen. Reagiert haben die Verlage sicherlich, aber anscheinend haben die Mittel nicht wirklich richtig gepasst. 

    So manche Zeitungsausgabe ist komplett verschwunden, der Springer-Konzern hat sich von vielen Titeln getrennt, andere Zeitungshäuser haben ihre Redaktionen verkleinert oder zusammengelegt. 

    Ob es zum Beispiel die gedruckte Ausgabe der Neuen Presse Lichtenfels noch gibt? Das Print-Abo lässt sich zur Zeit jedenfalls nicht online bestellen, siehe hier

    Ansonsten: Spart man am Personal, gilt es das Kunststück zu bewältigen, die Qualität zu halten. Sonst verstärkt sich möglicherweise die Abwanderung der Leserschaft und das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war, ist erreicht. 

    Seltsamerweise werden aber von den Verlegern doch einige wichtige Aspekte weitgehend außer Acht gelassen. Zum einen stellen immer noch viele Zeitungen ihre Artikel, also ihre Produkte, kostenlos ins Internet. Warum? Zum anderen verlangen sie jedes Jahr höhere Abonnementsgebühren für die gedruckte Ausgabe. 

    Bei momentan mehr als 40 Euro haben sicherlich viele Verlagshäuser eine Schmerzgrenze bei ihren Kunden erreicht. Eine Trendumkehr hinsichtlich der sinkenden Auflagen wird so vermutlich nicht gelingen. 

    Aber auch am Konzept „Tageszeitung“ werden die Verlage wohl grundsätzlich feilen müssen. Die Inhalte müssten interessanter und anspruchsvoller werden – weg vom Katzencontent: „Hier gibt es die größten Schnitzel“ usw. 

    Denn mit einer Anbiederung ans Facebook-Niveau wird sich die zahlungsbereite Leserschaft kaum zurückerobern lassen. Ein Motto des kürzlich verstorbenen Journalisten Ulrich Kienzle war: „Die Komplexität erhöhen, nicht reduzieren“. (Vgl. Der Spiegel, 17.4.2020) 

    Viele Inhalte der Heimatzeitungen gehören einfach entrümpelt. Womöglich lässt sich darüber diskutieren, ob die Masse an überregionalen Nachrichten überhaupt in einer Heimatzeitung vorkommen muss, zumindest im bisherigen ausführlichen Umfang. Schließlich handelt es sich oft sowieso nur um Agenturmeldungen, die gegebenenfalls unredigiert in die Seiten eingebaut werden. – Wenn schon, dann auf die heimatliche Situation zugeschnitten. 

    Wie kann man Leser/innen noch an sich binden? Indem man sie beteiligt, sie auf den Zeitungs-Online-Portalen wieder moderiert (und auch anonym) diskutieren lässt und die Diskussionen nicht Facebook überlässt, wo viele Beiträge mit schöner Regelmäßigkeit übel entgleisen – trotz Klarnamen. 

    Was den Online-Absatz betrifft: Beim Digitalgeschäft werden bei weitem nicht die sich bietenden Möglichkeiten genutzt. Günstige und jederzeit kündbare Digital-Abos im Preisbereich um monatlich 10 Euro gibt es bisher höchstens als einmalige und kurzfristige Sonderaktion. 

    Zusammengefasst: Die Zeitung darf vom Umfang her dünner, die Inhalte sollten dafür anspruchsvoller werden und die Preise der Digital-Abos sollten deutlich sinken. 
    (ibg, 28.4.2020

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    VERKEHRSPOLITIK  ÖPNV  • Im Zickzack-Kurs in die Einsamkeit

    Buslinie nur für Sonntagsfahrer

    Eingebettete Karte: Google Maps | Landkreis HBG plant neue Buslinie für Touristen und Einheimische | Möglicher Streckenverlauf (Vermutung)

    Der Kreisausschuss Haßberge hat sich Gedanken um die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gemacht. Wenn es nach dem Beschluss des Kreisausschusses geht, dann soll es vom Jahr 2021 an zwei neue Buslinien geben. Der Clou: Die Linien sollen nur sonntags verkehren, und zwar nur viermal pro Sonntag, und das auch nur in den Sommermonaten. Das berichteten übereinstimmend die Neue Presse (11.2.2020) und die Main-Post (13.2.2020). 

    Eine der beiden zukünftigen Buslinien („Burgenwinkel-Express“, Linienbezeichnung 1159) soll die potenziellen Sonntagsausflügler von Haßfurt nach Ebern befördern. Mit Zwischenstopps in Königsberg, Rügheim, Hofheim, Manau, Burgpreppach, Altenstein, Pfarrweisach und Untermerzbach. 

    Ob mit dem neuen Sonntagsbus ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung geht? Im Mobilitätskonzept des Landkreises Haßberge (PDF-Download, Seite 91, unten) vom 8.2.2019 las sich die ÖPNV-Verbesserung noch etwas anders, nämlich so: 

    Projekt „CO2-neutrale Buslinie Ebern – Bad Rodach 

    Der Ansatz sieht vor, eine Verbindung der beiden Bahnhaltepunkte in Ebern und Bad Rodach im Landkreis Coburg durch ein grenzüberschreitendes ÖPNV-Angebot zu schaffen. Dabei kann die Anbindung der touristisch relevanten Bereiche Burgenwinkel bei Ebern und Maroldsweisach sowie Bad Colberg-Heldburg im Freistaat Thüringen erfolgen.“ 

    (ibg, 14.2.2020) 

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    LIEBE  Symbole  • Liebesschlösser trotzen Frost und Rost

    Lieber ein Schloss statt Blumen

    Liebesschloesser
    Abgebildet: Liebesschlösser an der Kettenbrücke in Bamberg

    Gibt es im Altkreis Ebern auch Liebesschlösser? Solche, wie sie an Brückengeländern in größeren Städten zu finden sind? Gibt es bei uns keine Verliebten? Oder fehlt es schlicht an geeigneten Brückengeländern? Fährt man dazu nach Bamberg? 

    Der Blick auf Vorhängeschlösser an der Kettenbrücke in Bamberg: Was ist aus S und L geworden? Im September 2014 haben sie das goldfarbene Bügelschloss mit schwarzem Filzstift beschrieben. Haben sie den Schlüssel in den Main-Donau-Kanal geworfen? 

    Wie lange halten Verbindungen von Paaren, die ihre Liebe mit einem Schloss versehen? Mehr als fünf Jahre können eine lange Zeit sein. 

    Falls S ihre/n L verlässt – oder umgekehrt –, schleicht dann einer von beiden mit dem Bolzenschneider auf die Brücke und knackt das Schloss? 
    (ibg, 9.1.2020

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    ALTKREIS EBN Postleitzahlen  • „Vergissmeinnicht“

    Fünfstellig seit 1993

    Eingebettete Karte: Google Maps | alte und neue Postleitzahlen
    Welche Orte weltweit teilen sich mit den Gemeinden im Altkreis die Postleitzahl


    Wem kommt die Ziffernfolge 8603 noch ir­gend­wie be­kannt vor? – Richtig, das war die frühe­re Post­leit­zahl für Ebern, und zwar vom Jahr 1961 bis zum Jahr 1993. Im Altkreis Ebern trugen in dieser Zeit Baunach die Postleitzahl 8611 und Maroldsweisach die 8617. 

    Die meisten kleineren Gemeinden im Altkreis Ebern und Umgebung hatten aber gar keine eigene Postleitzahl, sondern eine gemeinsame Sammelnummer. So befanden sich Orte mit der Postleitzahl 8601 nördlich von Bamberg, die mit der Postleitzahl 8602 südlich davon. 

    Beispielsweise teilten sich Seßlach, Breitbrunn, Gerach, Kemmern, Kirchlauter, Reckendorf und viele weitere Orte die 8601. 

    Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung mussten die Postleitzahlen neu geordnet werden, weil das vierstellige Ziffernsystem nicht mehr ausreichte. Außerdem führten viele Orte in den neuen Bundesländern die gleichen Postleitzahlen wie andere Ortschaften in den alten Bundesländern. 

    So galten schließlich vom 1. Juli 1993 an die neuen, fünfstelligen Postleitzahlen. 

    Manchmal war mitunter die Empörung groß, zum Beispiel in Ebern, als nach bereits erfolgter und etablierter Zuteilung der neuen Ziffernfolge 96106 der damalige Landrat in Haßfurt den Einfall hatte, der Eberner Region noch nachträglich eine 97er-Postleitzahl zu verpassen. 

    Damit wollte er das Postamt in Haßfurt in seinem Bestand absichern, weil dann die Post über Haßfurt und nicht über Bamberg verteilt worden wäre. 

    Die Deutsche Post hatte solches Ansinnen relativ geräuschlos beiseite gewischt und den Bürger/innen blieb eine abermalige Änderung ihrer Adressdaten erspart. 

    Kurios auch, dass das seit Ende der 1970er-Jahre nicht mehr existente Dorf Billmuthausen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze die Postleitzahl 98663 bekam. 

    Heute gibt es in Deutschland rund 29.000 Postleitzahlen. 
    (ibg, 7.11.2019Made by Antn 

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    VGN  Haßberge  • 365-Euro-Ticket für Schüler/innen und Auszubildende

    Zahlenspiele aus dem Landratsamt

    Kugel-Haende-Psych CC0PxB
    Symbolbild (unverändert): „Hellseher Kristallkugel ...“, Foto: nvodicka, Lizenz: Pixabay License,
    Quelle: Pixabay.com


    Voraussichtlich von August 2020 an soll im Verkehrsverbund VGN das neue 365-Euro-Jahresticket für Schüler/innen und Auszubildende erhältlich sein. 

    Wie der Name sagt, kostet es 365 Euro und gilt ein Jahr für Fahrten im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN). Zum VGN gehören auch die Landkreise Bamberg und Haßberge. 

    Das Landratsamt Haßberge will nun laut infranken.de ausgerechnet haben, dass sich unter dem Strich für den Landkreis ein voraussichtliches „Plus von rund 6.500 Euro“ ergebe, wenn nach den „Zahlen des VGN“ die Mindereinnahmen mit den Einsparungen bei der Schülerbeförderung gegenübergestellt würden.

    Hochrechnungen erst ab Mai 2020 möglich 

    Ganz andere Informationen hat dagegen das Nachrichtenportal Nordbayern.de, das sich auf Matthias Dießl beruft, den stellvertretenden Vorsitzenden des Zweckverbandes Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN). 

    Danach verursache das künftige VGN-Jugendticket Mindereinnahmen von insgesamt etwa 43 Millionen Euro. 30 Millionen Euro davon übernehme der Freistaat Bayern, etwa 13 Millionen Euro müssten die Städte und Landkreise im VGN beisteuern. 

    Nordbayern.de: „Allein Nürnberg (…) wird ersten Berechnungen zufolge rund sechs Millionen Euro schultern. Auf Fürth wird wohl eine knappe Million Euro entfallen. Wie sich die restlichen sechs Millionen Euro verteilen, ist bisher unklar.“ 

    Schließlich gebe es noch keine belastbaren Zahlen, „sie hängen stark davon ab, wie viele solcher Tickets verkauft werden, die dann bezuschusst werden müssen. Erste Hochrechnungen könnte es ab Mai geben,“ so Nordbayern.de. 
    (ibg, 10.10.2019) 


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    Und jetzt aus der Zeitung …

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